SCISSOR
SISTERS interview mit ANN und BABYDADDY vor dem konzert in
zürich am 04.04.07
ANN und BABYDADDY grüssen gay.ch Besucher
Am Nachmittag, vor dem Soundcheck vom Konzert im
Hallenstadion in Zürich, konnte gay.ch zwei Mitglieder der Band
Scissor Sisters treffen und interviewen.
gay.ch: War der Song "I Don't Feel Like
Dancin'" für euch so etwas wie ein Wendepunkt?
Ann: Ja. Plötzlich waren wir überall in den Charts.
Besonders Jake hat sich gefreut. Er verglich es mit schwarzen
Wolken, die endlich wegziehen und plötzlich scheint die Sonne.
Der Song ist so etwas wie ein Konzentrat von unserem musikalischen
Treiben.
gay.ch: Wie lange habt ihr
am neuen Clip zur neuen Single "She's My Man" gedreht?
Ann: Das Interessante an diesem Clip ist, dass er ohne Unterbruch
gedreht wurde. Wir mussten am Tag vorher die Choreographie lernen.
Dann drehten wir am nächsten Tag ein paar Mal, bis die
definitive Variante stand.
gay.ch: Ist euer Look durch ABBA beeinflusst?
Ann: Wenn du das Cover von "Ta-Dah" anschaust: Wir haben
uns vom ABBA-Cover "Super Trouper" inspirieren lassen.
Babydaddy: Der Waterloo-Look stand übrigens auch zur Debatte.
Ann: ABBA waren einfach Klasse und hatten einen ganz coolen Pop-Look
kreiert.
gay.ch: Wird es in Zukunft weitere Songs mit Elton John geben?
Babydaddy: Das wissen wir noch nicht...
Ann: Das hat sich damals einfach so ergeben.
gay.ch: Wie ist das eigentlich so, wenn man Elton John als
Freund hat. Hat man da regelmässig Kontakt?
Ann: Ja.
Babydaddy: Er ruft mich ab und zu an.
Ann: Ihm geht es, wie uns. Manchmal hat man Lust während den
Tourneen mit jemandem zu reden.
Babydaddy: Da rufst du denjenigen an, der dich versteht.
Ann: Ja, ja, er schwatz noch gerne (grinst).
gay.ch: Habt ihr in den USA auch Erfolg? Was war zum Beispiel
die höchste Chartsplatzierung, die ihr dort erreicht habt?
Babydaddy: "Ta-Dah" ist in den USA auf Platz 19 gelandet.
Ann: Das war toll, aber es ist uns egal, was in den USA abgeht.
Dieser Markt ist nur von Geld regiert. In Europa ist der
künstliche Anspruch einer Band viel wichtiger. Die US-Radios
funktionieren nach Musiksparten, die europäischen spielen ein
Mix. Das ist viel interessanter.
gay.ch: Ann, du bist recht mit der schwulen Szene
verbunden...
Ann: Mein Vater ist ja schwul. Und meine ersten Auftritte hatte ich
in einem schwulen Club in San Francisco. Ich unterstütze die
Gays sehr gerne. Und mit ihnen kann man viel mehr Scheiss machen und
über viel mehr Sachen, auch belangloses, sprechen als mit
Heteros (lacht).
gay.ch: Arbeitet ihr schon am nächsten Album?
Babydaddy: Nein, damit haben wir noch nicht angefangen.