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(20.01.2010/lp) Kirsty
kennt man zwar besser als die Frau von Milliardär und
Alinghi-Papi Ernesto Bertarelli, doch sie ist eine begnadete
Songwriterin und Sängerin, und hatte bereits mit All Saints
einen grossen Hit, und soeben ist ihre erste CD
"Elusive" erschienen. Wir haben mit der sympathischen
Lady gesprochen.
Als wir Kirsty treffen, kommt sie gerade von einem langen
Promo-Tag, doch sie wirkt noch immer frisch und fröhlich.
Ihre Augen leuchten, wenn sie über ihre Musik spricht: Es
liegt Herzblut in der Luft...
gay.ch: Wie ist das... Die Presse spricht immer zuerst davon, dass
dein Mann berühmt und du reich bist. Doch du möchtest
wohl am liebsten nur über deine Musik sprechen, schliesslich
schreibst du ja schon recht lange Songs...
Kirsty: Ich finde, man kann beides gut vereinen. Das passt schon.
Und die Leute, die mich gut kennen, die wissen ja, dass Musik
schon immer ein Teil meines Leben war.
gay.ch: All Saints haben deinen Song "Black
Coffee" gesungen und damit einen internationalen Hit
gelandet. Allein in England waren sie damit wochenlang auf Platz
1. Hast du dir damals nicht gesagt: "Hätte ich doch
bloss den Song selber gesungen"?
Kirsty: (lacht) Das war schon eine aussergewöhnliche
Situation. Natürlich habe ich mir damals vorgestellt, wie es
gewesen wäre... Andererseits hat William Orbit den Song
perfekt für die Gruppe produziert und trug dazu sehr viel zu
diesem Erfolg bei.
gay.ch: Hast du All Saints getroffen?
Kirsty: Nein, aber William Orbit.
gay.ch: Wie ist es denn dazu gekommen, dass der Song
überhaupt bei All Saints gelandet ist.
Kirsty: Durch William Orbit. Er war im Studio, wo ich den Song
aufgenommen habe und er hat ihn gehört und war davon
begeistert. Er hat den Track den All Saints Girls vorgespielt und
auch sie fanden Gefallen am Lied.
gay.ch: Wie lange hast du an deinem Album
"Elusive" gearbeitet?
Kirsty: Wir haben im Januar letzten Jahres angefangen und waren so
gegen Oktober fertig, aber dann wollte ich noch unbedingt, dass
der Song "Green" reinkommt, und so hat sich die
Veröffentlichung noch ein bisschen hingezogen.
gay.ch: Hat dir dein Auftritt in der Sendung
"Benissimo" Spass gemacht?
Kirsty: Ja, das war toll, aber ich war davon recht nervös!
Als ich den Auftritt später angeschaut habe, war ich ganz
gespannt, zu gleich aber auch scheu, und ich habe mir immer wieder
die Hände vor die Augen gehalten.
gay.ch: Liesst du die Kritiken über dein Album?
Kirsty: Klar, es ist schon noch interessant zu wissen, was die
Musikkritiker davon halten, aber ich liebe alle meine Songs, sonst
hätte ich sie nicht aufgenommen. Viel wichtiger hingegen ist
mir die Kritik der Menschen, welche mir Nahe stehen.
gay.ch: Mir gefällt "New Love Song" am
besten...
Kirsty: Wirklich? Ich habe diesen geschrieben, als ich gerade in
der Küche war (lacht). Du kannst dir vorstellen, dass das
Essen mit grosser Verspätung auf den Tisch gekommen ist...
gay.ch: Wie schreibst du denn Lieder?
Kirsty: Ich singe einfach vor mich hin. Entweder hab ich ein
Diktiergerät oder eine Kamera zur Stelle und nehme dann den
Gesang darauf auf. Ich wohne in Genf gleich neben einem
Musikstudio namens Dinemec, dort fahre ich dann mit meinen Ideen
hin und Andy, ein wahrer Musikkünstler, hilft mir dann dabei,
die Songs musikalisch zu konkretisieren.
gay.ch: Du bist schon seit einigen Jahren glücklich
verheiratet und hast bereits drei Kinder. Was ist dein Geheimnis
für dein stabiles Liebesleben?
Kirsty: Ich singe ihm einfach immer schöne Lieder vor
(lacht)!
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