AURA DIONE
interview in zürich
WETTBEWERB: signierte CDs zu gewinnen

people image(02.03.10/lp) Kurz vor ihrem Konzert im Kaufleuten, am 24. Februar, konnten wir mit der Sängerin einen Schwatz halten.

Sehr bunt angezogen und mit einer ultra-dünnen Menthol-Zigarette - elegant in der Hand nach oben gehalten - begrüsst mich Aura Dione herzlich mit einem happy "Hellooooo". Dann sitzt sie ganz nah: "Ich will dein Gesicht sehen", sagt sie und quetscht zuerst mal den Interviewer aus. Und sie schaut immer so intensiv in die Augen... Bald aber, kommen unsere Fragen zum Zuge.

Du hast deinen ersten Song mit 5 geschrieben, darin ging es um eine Freundin, die du wegen dem Umzug hast verlassen müssen. Was ist aus ihr geworden?

Ich habe sie nie mehr gesehen. Sie hat mich zwar mal vor ein paar Jahren versucht zu kontaktieren, aber ich denke, wir sind nun ganz zwei andere Menschen und wir leben in zwei ganz anderen Welten. Gewisse Dinge waren zu jener Zeit schön und das soll man ruhen lassen. Es ist wie bei den Ex-Lovers: Es ist nicht immer gut sie "in die Zukunft mitzunehmen".

Hast du schon immer auf Englisch oder auch auf Dänisch Songs geschrieben?
Beides. Ich bin eh schreibwütig und schreibe den ganzen lieben Tag lang: Im Tagebuch, auf Facebook, im Twitter... Ich schreibe Gedichte und ich versuche jeden Tag mindestens einen Song zu schreiben.

Der Song "Antony": Geht es da um den Sänger Antony?
Ja! Als ich ihn das erste Mal gehört habe, da hab ich gedacht: Wow, ich muss gar keine Musik mehr machen, er macht sie. Seine Stimme ist so schön. Im Song geht es darum, dass ich gerne für meine Fans schon nur ein kleines bisschen Antony sein möchte.

Spielst du ausser Gitarre noch ein anderes Instrument?
Klavier. Aber ich komponiere die Songs in meinem Kopf. Hier drin sind viele Puzzle-Teile... Wenn du mir irgendwas sagst, das irgendwo reinpasst, dann... Klick, schon am richtigen Ort gespeichert.

Wenn du einen ABBA-Song covern würdest, welchen würdest du wählen?
(Macht einen kurzen Freudeschrei): Das ist eine coole Frage. "Oh my God"! Da gibt es soooo viele. Wahrscheinlich... mmmhhh (überlegt und überlegt)...

Dann machen wir eine Begrenzung: Du darfst 3 Songs nennen.
"Fernando", "Take A Chance On Me" und.... (singt) "Gimme, Gimme, Gimme"...

Welchen Job hattest du, bevor du von der Musik leben konntest?
Ich habe an der Kasse eines Supermarktes gearbeitet, aber sie haben mir gekündigt. Ich habe wohl einfach zu viel mit den Kunden gesprochen, geschwatzt, gelabert, getratscht... und ihnen mal hie und da Sachen geschenkt. Aber es war schon gut so, sonst wäre ich vielleicht nicht hier, wo ich jetzt bin.

Checkst du auch mal deine Chartplatzierungen?
Nein. Gerade heute hat man mir gesagt, ich sei in der Schweiz auf der Nummer zwei - sonst hätte ich das gar nicht gewusst. Ich konzentriere mich lieber auf die Gigs und ziehe mir lieber rein wie meine Songs auf das Publikum wirken.

Und liest du deine CD-Kritiken?
Bloss nicht... Ich bin ein Narzisst und es würde mich aus der Bahn werfen, wenn ich etwas schlechtes lesen würde. Dazu liebe ich Musik einfach zu sehr. Wenn ich nicht Musik machen könnte, dann würde ich wohl von einer Brücke springen...

 
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