(22.01.12/dom)
Schon wieder: Bullying fordert erneut ein Opfer - in der
vergangenen Woche nahm sich der 14-jährige Phillip Parker das
Leben.
Bullying auf seinen Schwul-seins gehörte bei ihm zur
Tagesordnung, erklärten die Eltern, und obwohl sie es immer
wieder der Schule gemeldet haben, sei nie etwas passiert - im
Gegenteil, es sei sogar noch schlimmer geworden. Es wurde so
schlimm, dass sich der 14-jährige Phillip Parker aus
Gordonsville im US-Bundesstaat Tennessee in der vergangenen
Woche entschied, sich das Leben zu nehmen. Am Samstagabend haben
sich in der Stadt über 100 Personen versammelt, um zu trauern
und um der Familie in diesen schweren Stunden beizustehen. Seine
Mitschüler planen zudem eine Gedenkstiftung im Namen von Phillip
Parker einzurichten.
Die Gossmutter erzählte, dass ihr Enkel immer wieder gesagt
habe, dass er wie einen grossen Stein auf seiner Brust fühle,
und dass er wolle, dass dieser Stein endlich verschwinde, dass
er wieder richtig durchatmen könne. Seine Mutter fügte dem
hinzu, dass er immer so aufgestellt war, so viel Energie
versprüht hat und so glücklich war.
Doch trotzdem: Bullying, das Mobbing und Schickanieren durch
seine Mitschüler, machte ihm schwer zu schaffen. Obwohl die
Eltern von Phillip sich immer wieder an die Smith County School
wandten, passierte nichts. Zumindest haben die Leiter der Schule
nun verkündet, dass sie am Montag beraten wollen, wie sie mit
solchen Krisensituationen umgehen wollen - leider kommt diese
Einsicht aber für Phillip Parker zu spät.
Der traurige Fall von Phillip Parker ist der bereits mindestens
dritte Selbstmord eines schwulen Jugendlichen in diesem noch
jungen Jahr 2012: Am Neujahrstag setzte Jeffrey Fehr seinem
Leben ein Ende (gay.ch
berichtete), wenige Tage später beging Eric James Selbstmord
(gay.ch berichtete).
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