(08.07.11/dom)
Zur Einführung der Homo-Ehe öffnet New York City seine Büros
auch am Sonntag, 24. Juli. Damit will der Big Apple dem
erwarteten Ansturm Rechnung tragen - und es ist gleichzeitig
eine Charmeoffensive...
Die Nachfrage wird enorm sein, nicht zuletzt dadurch, da das
lange Warten endlich ein Ende hat. Aus diesem Grund haben die
Behörden in New York City am Mittwoch entschieden, dass sie die
Büros am 24. Juli öffnen werden, um den gleichgeschlechtlichen
Paaren die Ehe bereits am erstmöglichen Tag zu gewähren. Der
Bürgermeister Michael Bloomberg meldete sich höchstpersönlich
mit einem Statement an die Öffentlichkeit. Es sei ein
historischer Moment für New York, ein Moment auf den Paare seit
Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten warten, und wir werden sie
nicht einen Tag länger warten lassen als sie wirklich müssen,
erklärte er. Aus diesem Grund seien die Büros der Stadt am
Sonntag 24. Juli geöffnet.
Diese Neuigkeiten wird aber auch eine Art Charmeoffensive von der
Stadt sein: Denn der Start verlief etwas harzig! Als die ersten,
gleichgeschlechtlichen Paare nämlich das Antragsformular für
ihre Ehe ausfüllen wollten, stand auf dem Formular immer noch
geschrieben "Braut" und "Bräutigam". Die Kritik war entsprechend
gross. In der Zwischenzeit wurden die Formulare aber
aktualisiert und die Bezeichnungen wurden in "Ehepartner/in A"
und "Ehepartner/in B" geändert.
Normalerweise müssen Paare mindestens 24 Stunden warten, bis sie
nach dem Ausfüllen der Papiere tatsächlich heiraten können. Die
Mitarbeiter der zuständigen Ämter haben jedoch eingewilligt,
dass sie zur Einführung der Homo-Ehe am Sonntag, 24. Juli
Überzeit machen werden, um die Bearbeitungszeit zu minimieren,
und dass damit auch am Sonntag Hochzeiten stattfinden können von
Paaren, welche die Formulare erst ausgefüllt haben. In den
ersten fünf Tagen nach der Einführung, werden die Ämter zudem
abends jeweils zwei Stunden länger offen haben, um den
erwarteten Ansturm schneller abarbeiten zu können.
New York trägt damit auch den Beobachtungen Rechnung, welche in
Kalifornien gemacht wurden. Als damals die Homo-Ehe für rund ein
halbes Jahr eingeführt wurde, bildeten sich lange Schlangen vor
den Standesämtern. Ein Gericht verbot die Ehe für
gleichgeschlechtliche Paare darauf aber wieder, da das
Referendum erzwungen wurde. In der Volksabstimmung, welche
gleichzeitig mit den Präsidentschaftswahlen im November 2008
stattfand, sprachen sie die Abstimmenden dann knapp gegen die
Homo-Ehe aus. Derzeit beschäftigen sich wieder die Gerichte
damit… |