(11.02.11/dom)
Es war der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo
höchstpersönlich, der den Schwulen und Lesben in "seinem"
Bundesstaat versprach, dass er sich dafür einsetze, dass die
Gesetzgeber noch in diesem Jahr über die Gleichstellung der
Homo- mit der Hetero-Ehe abstimmen.
Mit duzenden von Videobotschaften melden sich in New York
wohnhafte Stars wie Julianne Moore, Whoppi Goldberg, Joan
Collins und gar die Tochter von Ex-US-Präsident George W. Bush,
Barbara Bush, an die Öffentlichkeit um sich für "Marriage
Equality", also der Öffnung alle ehelichen Belange für
gleichgeschlechtliche Paare, auszusprechen (gay.ch berichtete).
Während einem Auftritt an der Hofstra University erklärte nun
auch der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, dass er hart
dafür arbeiten werde, um die Gleichstellung der Homo- mit der
Hetero-Ehe durchzubringen. Er setze alles daran, dass die
Abstimmung im Parlament noch in dieser Session, sprich in diesem
Jahr über die Bühne geht.
Dass die Ehe schlussendlich tatsächlich für schwullesbische
Paare geöffnet wird, ist mehr als ungewiss. In der Vergangenheit
ist es leider oft passiert, dass ein Gesetz die erste Hürde im
Parlament nahm, dann jedoch im Senat gescheitert ist. So auch im
Dezember 2010, als ein erster Anlauf zur Legalisierung der so
genannten Homo-Ehe gescheitert ist. Etwas nachzugeben scheinen
nun allerdings die Republikaner im Senat. Der Präsident der
republikanischen Mehrheit im Senat , Dean G. Skelos, erklärte,
dass sie ihre Position nicht verändern werden, und dass sie sich
weiterhin gegen die Öffnung der Ehe aussprechen. Sie werden
allerdings nichts unternehmen, um eine Abstimmung in diesem Jahr
zu verhindern. Weiter erklärte Skelos, dass man den Fokus in
dieser Session ganz klar auf wirtschaftliche Themen wolle.
Eine kürzlich veröffentlichte, repräsentative Umfrage hat
gezeigt, dass noch nie soviele New Yorker und New Yorkerinnen
die Einführung der so genannten Homo-Ehe befürwortet haben. Doch
noch liegt es in den Händen der Politiker, ob sie auf diese
Forderung eintreten. Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch
wirtschaftlich wäre es ein Gewinn: Eine jüngst veröffentlichte
Studie aus dem US-Bundesstaat Rhode Island zeigte, dass die
Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in den
nächsten drei Jahren rund 1.2 Millionen US-Dollar in die
Wirtschaft des Bundesstaats pumpen wird. Das mag nach wenig
klingen, wenn man es allerdings hochrechnet auf New York kommt
aber doch eine enorme Summe zusammen. Nicht zuletzt desshalb,
weil New York nach Kalifornien und Texas der
drittbevölkerungsreichste Bundesstaat in den USA ist, sondern
auch aufgrund der Symbolkraft, die vom "Big Apple" ausgeht… |