(02.12.11/dom)
Der St. Vincent’s Triangle Park in Manhattan soll in einen
Aids Memorial Park umgewandelt werden, dazu wurde nun ein
internationaler Design-Wettbewerb ausgeschrieben. Präsidiert
wird die Jury von Michael Arad, welcher sich für das 9/11
memorial am Standort des ehemaligen World Trade Centers
verantwortlich zeichnet.
Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein: 2010 übernahm Rudin
Management das an den Park angrenzende, bankrottgegangene St.
Vincent’s Hospital für rund 260 Millionen US-Dollar, um es in
Luxus-Wohungen umzubauen. Mit dem Kauf verpflichtete sich Rudin
zudem, den St. Vincent’s Triangle Park mit bis zu 10 Millionen
US-Dollar wieder in Stand zu setzen und für die Bevölkerung
zugänglich zu machen. Der Park, an der Seventh Avenue, der 12th
Street und der Greenwich Avenue gelegen, besitzt neben der
Parkfläche auch noch ein Untergeschoss, diese könnte nun, wenn
es nach den Initianten geht, für Ausstellungsflächen zum Thema
Aids genutzt werden. Wie Rudin nun mitteilt hat, habe man in den
jetzigen Plänen weder ein Denkmal noch die Räume unter dem Park
berücksichtigt. Die Initianten wollen nun aber mit Rudin
Management zusammensitzen um die Machbarkeit zu diskutieren.
Unterstützer hat das Projekt bereits zahlreiche gefunden. So
willigte unter anderem Michael Arad ein, die Jury, welche über
die eingereichten Entwürfe befindet, zu präsidieren. Arad ist
der Designer des vor einigen Monaten eingeweihten 9/11 Memorial
am Standort des ehemaligen World Trade Centers. An seiner Seite
werden unter anderem zudem auch die beiden Architekten Richard
Meier und Elizabeth Diller, sowie der Landschaftsarchitekt Ken
Smith, sowie der Journalist und Autor Kurt Andersen und der
Choreograph Bill T. Jones mitentscheiden. Auch von Seite der
Stadt New York zeigte man sich erfreut über die Initiative. Die
Entwürfe können bis zum 21. Januar 2012 eingereicht werden, und
am 1. Februar soll dann das Siegerprojekt der Öffentlichkeit
vorgestellt werden. Wenn der „Fahrplan“ wie vorgesehen
eingehalten werden kann, und die Behörden entsprechend
mitspielen, sollte das Aids Memorial zum Welt-Aids-Tag 2014 zur
Einweihung bereit sein.
Vor rund 30 Jahren war das St. Vincent’s Hospital quasi das
Epizentrum in Manhattan, als sich das HI-Virus und Aids
auszubreiten begann. Mit dem Memorial soll nun all jenen 100‘000
New Yorkern und New Yorkerinnen gedacht werden, welche seit
Ausbruch an den Folgen von Aids gestorben sind. Zudem soll auch
all jenen gedankt werden, welche sich tagtäglich um die
HIV-Infizierten und die Aids-Kranken kümmern, welche in der
Forschung gegen die Krankheit ankämpfen oder jene, welche sich
um die Prävention und gegen das „Vergessen“ und das
Bagatellisieren kümmern.
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