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USA: Lady Gaga versus Supermarktkette
family image(11.03.11/dom) Es waren politische Differenzen, welche dazu führten, dass Lady Gaga einen Werbevertrag mit der amerikanischen Supermarktkette aufgekündigt hat - obwohl die geplante Kampagne erst wenige Wochen alt war.

Sie machte ihrem Namen als Schwulenikone wieder mal alle Ehre: Weil "Target" Geld an Organisationen gespendet hat, welche sich gegen die Homo-Ehen engagieren, ist die Firma in den Fokus der Öffentlichkeit geraten und wurde von diversen Schwulenorganisationen massiv kritisiert, auch von Lady Gaga. Da Target offenbar nicht genügend zum Einlenken bereit war, hat die Sängerin nun die exklusive Zusammenarbeit im gegenseitigen Einverständnis, wie es heisst, aufgekündigt.

Wie "New York Daily News" berichtet, habe "Target" rund 150'000 Dollar gespendet, und zwar an jene Organisation, welche auch den Republikaner Tom Emmer unterstützt. Dieser ist ein vehementer Gegner der so genannten Homo-Ehe. "Target" setzte sich darauf gegen die Vorwürfe zur Wehr. So erklärte ein Sprecher der Supermarktkette in einem Statement, dass man sich der Gay- und Transgender Community stets verbunden gefühlt, und dass man auch schon Geld an LGBT-Organisationen gespendet habe. So stellte die Firma auch eine zusätzliche Spende von 500'000 US-Dollar in Aussicht, welche sie für schwullesbische Projekte springen lassen wollte. Doch für Lady Gaga war diese Reaktion wohl zu schwach, da "Target" offenbar keine Fehler eingestehen wollte, und so hat sie auch auf die Auflösung des bestehenden Vertrags bestanden. Man sei enttäuscht, dass Lady Gaga den Vertrag trotzdem aufkündige, heisst es seitens "Target", doch man bleibe dabei und wolle die Spende an LGBT-Organisationen trotzdem tätigen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und der Supermarktkette sah vor, dass eine Special Edition ihres im Mai erscheinenden Albums "Born This Way" hätte produziert werden sollen, welche exklusiv bei "Target" verkauft worden wäre. Sicherlich ein lukratives Geschäft, denn die Kette hat in den USA rund 1700 Filialen. Doch, Geld spielt für Lady Gaga in diesem Fall keine Rolle, denn sie hat ihre Prinzipien, welche offenbar nicht mit Geld aufzuwiegen sind…