templates image

USA: Mutter verklagt Schule, weil sie ihren Sohn nicht vor Bullying schützen
family image(09.12.11/dom) Sie habe die Schule schon mindestens dreissig Mal aufgefordert, dass etwas unternommen wird, dass ihr schwuler Sohn endlich vor Bullying und Mobbing geschützt wird, doch niemand reagierte – nun reichte die Mutter Klage gegen die Schulbehörden ein.

Keiner soll dies je durchmachen müssen. Niemand soll zur Schule gehen, und sich davor fürchten, was der Tag noch alles bringen wird, erklärte Traci Lanzone über die Beweggründe, weshalb sie die Schulbehörde für deren Untätigkeit verklagte. In Marion im US-Bundesstaat New York, südlich des Lake Ontario, wohnhaft, habe sie sich mindestens dreissig Mal mit den Behörden in Verbindung gesetzt, um diese zum Handeln aufzufordern, damit sie ihren schwulen Sohn vor Bullying und Mobbing schützen. AUch ihr Sohn selber habe sich ständig bei der Schule und bei den Behörden gemeldet, damit etwas unternommen wird, doch offenbar zwecklos.

Sie seien unerbittlich gewesen... alles von rumstossen, treten, Essen anschmeissen bis zum Verstecken der Kleider, fügte Traci Lanzone hinzu. Sie hätten ihm auch immer wieder homophobe und obszöne Sprüche nachgerufen. Die Belästigungen haben begonnen, als er sich bei seinen Mitschülern geoutet hat. Das war vor zwei Jahren und seither hat sich nichts daran geändert, obwohl die Mutter ständig interveniert hat. Aus diesem Grund hat Lanzone nun Klage bei Gericht eingereicht.

Wie die Anwältin erklärte, gebe es Gesetze, wonach Schüler vor Diskriminierung geschützt werden müssen. Sie hoffe auch, dass durch diese Klage die Aufmerksamkeit erhöht werde, dass wenn solche Fälle gemeldet würden, dass dann auch tatsächlich etwas dagegen unternommen werde. Die Vorsteherin der Schulbehörden, Kathy Wegman, meinte zu den Vorwürfen, dass sie nichts zum aktuellen Fall sagen könne. Der Marion Central School District nehme Bullying aber sehr ernst. Man habe bei solchen Fällen Strategien ausgearbeitet, nach welchen man vorgehe, wenn es zu Mobbing komme. Die Sicherheit der Schüler sei das wichtigste Anliegen des Schulbezirks, führte Wegman in einem schriftlichen Statement weiter aus.