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USA: 1 Million weil er als Schwuler diskriminiert wurde
family image(20.07.10/dom) Weil er schwul ist, wurde er von seinem Arbeitgeber nicht befördert: Nun bekam Edward Russell vor einem Gericht im US-Bundesstaat Maine recht und die Firma muss ihm eine Million bezahlen.

Der Fall ist ziemlich verzwickt und betrifft die Firma "Express Jet Airlines": Es war im Jahr 2003, als verschiedenste Frauen sich an die Führungsspitze der Firma wandten um sich über ihren schwulen General Manager zu beschweren. Dieser habe stets schwule Männer für Führungspositionen bevorzugt. So waren in den Jahren 2003 bis 2004 alle Manager von "Express Jet Airlines" schwul. Die Firma entschied sich dadurch, das Arbeitsverhältnis mit dem General Manager zu beenden. Daraufhin übernahm Edward Russell die Stelle für die kommenden vier Jahre - jedoch durfte er diese nur temporär ausüben. Seitens "Express Jet Airlines" wurde ihm in dieser Zeit stets erklärt, er solle seine Zeit nicht damit verschwenden, sich um eine Festanstellung bei der Firma zu bewerben. Wie die "Portland Press Herald" weiter berichtet, verliess er die Firma im Jahr 2007, weil er sich dadurch diskriminiert fühlte - und er zog vor Gericht.

Die Richter des Obergericht von Cumberland Country hatten sich nun mit dem Fall zu beschäftigen. Die Firma wollte wohl keinen Schwulen mehr für diese Stelle haben, argumentierte Guy Loranger, der Anwalt von Edward Russell. Damit werde der "Human Rights Act" des Bundesstaats Maine verletzt, welcher unter anderem auch Schwule und Lesben vor Diskriminierung schützt - und dies sahen nun auch die Richter so. Sie urteilten, dass Edward Russell im Recht ist, wenn er sagt, dass die Firma ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung nicht promotet habe. "Express Jet Airlines" muss nun per Gerichtsbeschluss eine Million US-Dollar an Edward Russell bezahlen. Ob gegen das Urteil Berufung eingelegt wird, ist noch nicht bekannt.