(03.06.11/dom)
Obwohl US-Präsident Barack Obama die umstrittene Regel "Don't
Ask - Don't Tell" mit seiner Unterschrift formal beendet hat,
ist das Gesetz noch nicht ausser Kraft: Dies musste nun einem
Angehörigen der Air Force bewusst gemacht, er wurde entlassen.
Es war im Dezember 2010, kurz vor Weihnachten, als
US-Präsident Barack Obama seine Unterschrift unter das neue
Gesetz setzte, und damit das Ende von "Don't Tell - Don't Ask" (DADT)
besiegelte (gay.ch berichtete).
Doch bereits damals erhob Obama den Mahnfinger, indem er
erklärte, dass die umstrittene Regelung mit seiner Unterschrift
noch nicht beendet sei, sondern, dass es noch eine
Umsetzungsfrist gebe, welche wohl bis nach der ersten Hälfte des
Jahres 2011 gehen wird (gay.ch
berichtete).
Dass DADT noch immer rechtskräftig ist, musste nun ein
Angehöriger der Air Force erleben. Er wurde, wie erst jetzt
öffentlich wurde, per 29. April 2011 entlassen. Er ist der erste
Armeeangehörigen, welche unter DADT entlassen wurde, seit die
Politik damals per 21. Oktober 2010 geändert wurde. Man habe den
Fall gründlich geprüft, und sei zum Schluss gekommen, dass eine
Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Fliegerpiloten
angebracht sei.
Der Mann habe sich öffentlich geoutet, und darauf auch einen
Brief an den Personalverantwortlichen geschrieben, in welchem er
seine Entlassung selber forderte. Er sei dann über den aktuellen
Stand der Aufhebung von DADT aufgeklärt worden. Daraufhin habe
der Mann selber gefordert, dass man das Entlassungsverfahren
schnell über die Bühne bringen solle. |