(27.09.11/dom)
Ende Oktober ist es soweit: Die neue Zeichentrickserie "Allen
Gregory" wird auf dem "Simpsons"-Sender Fox ausgestrahlt: Die
Wellen dürften hoch gehen, dreht sich die Story doch um einen
Siebenjährigen, der bei schwulen Vätern aufwächst. Doch das ist
längst nicht das einzige, was polarisieren wird!
Ob das "Experiment" aufgeht, wird sich zeigen: Am 30.
Oktober ist es soweit, direkt nach den Simpsons, welche jeweils
am Sonntag ab 20.30h auf dem konservativen Sender "Fox" gezeigt
werden, folgt die erste Folge von "Allen Gregory". Der Erfolg
muss sich aber äusserst schnell einstellen, zeigt sich auch der
Erfinder der Serie, Jonah Hill, welcher gleichzeitig auch den
Hauptcharakter sprechen wird und als Executive Director tätig
ist, überzeugt. Wenn die Quoten nämlich nicht von Beginn weg
stimmen, wird "Allen Gregory" den November wohl nicht überleben.
Doch gehen wir mal nicht vom schlimmsten Szenario aus, denn die
Serie dürfte durchaus Chancen haben, auch wenn der
Hauptcharakter, Allen Gregory DeLongpre, nicht gerade ein
Sympathieträger ist, wie etwa Bart bei den Simpsons. Allen
Gregory ist mit seinen sieben Jahren bereits furchtbar versnobt,
völlig verzogen und er hält sich einfach schlicht für etwas
besseres. Schuld daran sind wohl ohne Zweifel seine beiden
Väter, der egozentrische Richard und dessen Lebenspartner
Jeremy. Doch, einen gewissen Mitleidsfaktor soll es laut den
Machern trotzdem geben: In der Schule scheitert Allen Gregory
trotz allem… Nicht nur die Tatsache, dass Allen Gregory bei zwei
Vätern aufwächst, dürfte in der amerikanischen Öffentlichkeit
für hitzige Debatten sorgen, sondern auch der Plot von gewissen
Folgen. So soll sich der Siebenjährige doch tatsächlich in die
62-jährige Direktorin verlieben und in Gedanken sexuelle
Fantasien mit ihr ausleben. Doch dem nicht genug: Auch Wein soll
Allen Gregory bereits trinken - und das sogar in der Schule.
Die Macher sind sich einig: Sie wollen sich eindeutig von den
übrigen Serien wie "Family Guy" oder auch von den "Simpsons"
abheben. Die Figuren sollen zwar gezeichnet sein, doch die
Handlung muss stets im Bereich des Möglichen, sprich des Realen
liegen. Dabei darf aber vor allem auch die Satire nicht zu kurz
kommen: Böse, absurd und hart an der Grenze sollen die Storys
sein, aber trotzdem unglaublich unterhaltsam. Ob das
amerikanische Publikum diese Mischung schlussendlich goutiert,
wird sich an den Quoten messen lassen - Diskussionen darüber
sind jedenfalls garantiert, und das waren schon immer die besten
Zuschauermagnete!
Es war im Oktober vor einem Jahr, als Fox bei Jonah Hill sieben
Folgen der Serie "bestellt" hat, das Ergebnis war offenbar
derart überzeugend, dass der Sender im Juli 2011 gleich nochmals
sechs weitere Folgen produzieren liess. Der Pilot der Serie
wurde am New York Television Festival nun erstmals öffentlich
vorgestellt. Und auch da stellten sich die Medien öffentlich die
Frage: Ob Fox sich wirklich getraue, dies zur Primetime zu
zeigen. Doch damit scheint schon mal ein Ziel - zumindest der
Macher - erreicht worden zu sein: Die Serie polarisiert - und
das war ja damals bei "South Park" nicht anders.
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