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***UPDATE*** UK: Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare
family image(17.02.11/dom) Die Gerüchte haben sich heute bestätigt: Die britische Gleichstellungsministerin Lynne Featherstone erklärte am Donnerstag, dass man das Eherecht überarbeiten wolle.

Die Regierung wolle das Eherecht in England und Wales einer Reform unterziehen, und das, obwohl religiöse Gruppierungen bereits heftigen Widerstand angekündigt haben. So erklärte Featherstone unter anderem, dass es die Absicht der Regierung sei, das Verbot aufzuheben, welches schwullesbische Paare daran hindert die Eintragung ihrer Partnerschaft in religiösen Andachtsstätten abzuhalten. Damit dürfen gleichgeschlechtliche Paare die Zeremonie ihrer Registrierung bald auch in einer Kirche abhalten - es werde aber keine Kirche und keine religiöse Gruppierung dazu gezwungen, solche Zeremonien durchzuführen.

Wie Featherstone weiter ausführte, habe sie in den vergangenen Monaten mit vielen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender gesprochen, sowie mit Organisationen, welche sich für deren Rechte einsetzen. Ihr sei dadurch bewusst geworden, wie gross der Wunsch und das Verlangen ist, die Unterschiede zwischen der Eingetragenen Partnerschaft und der Ehe neu auszuloten. Und sie fügte hinzu, dass die jetzige Regierung, notabene eine konservativ geprägte, die erste britische Regierung sei, welche die nötigen Schritte anschauen werde, um dem Begehren gerecht zu werden.
 
UK: Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare?
(16.02.11/dom) Medienberichten zufolge will die britische Regierung offenbar noch diese Woche darüber informieren, dass sie die Arbeiten aufgenommen haben, um die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Endlich soll es einen "Fahrplan" dafür geben, wie es in Bezug auf das derzeit geltende Partnerschaftsgesetz und um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare weiter gehen soll. So wird erwartet, dass die britische Gleichstellungsminister, Lynne Featherstone, noch in dieser Woche verkünden wird, welches weitere vorgehen die Regierung in diesen Punkten beabsichtigt. Eine offizielle Bestätigung seitens der Regierung, ob diese von der "Times" verbreiteten Informationen stimmen, liegt allerdings noch nicht vor.

In einem ersten Schritt wird erwartet, dass es den schwullesbischen Paaren neu erlaubt sein wird, die Eintragung ihrer Partnerschaft auch in Andachtsstätten abzuhalten. Bislang war dies per Gesetz verboten. Weiter wird damit gerechnet, dass Featherstone bekannt gibt, dass das Recht auf eine Eingetragene Partnerschaft auch für heterosexuelle Paare möglich wird. Hintergrund dieser Gesetzesänderung ist es, dass ein britisches Hetero-Paar geklagt hat, weil ihnen die Registrierung ihrer Partnerschaft verweigert wurde (gay.ch berichtete).

Diese Neuigkeiten aus Grossbritannien zeigte bereits Signalwirkung - und zwar auf der anderen Seite der Erdkugel. Der Landesobmann von "Australian Marriage Equality" (AME), Alex Greenwich, erklärte, dass die Briten nun während einigen Jahren mit dem Partnerschaftsgesetz gelebt und nun realisiert haben, dass sie damit einen zweitklassigen Status eingeführt haben. Er hoffe, dass die von den Konservativen geführte Regierung in Grossbritannien die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffne, und das dies damit Signalwirkungen bis nach Australien habe, einem Land, dass sehr eng mit Grossbritannien verbunden ist und das gleiche Regierungssystem und die gleiche gesetzliche Grundlage teile. Mit diesem Schritt würde aufgezeigt, dass die Öffnung der Ehe für schwullesbische Paare nicht nur ein Anliegen der Linken sei, sondern, dass auch konservative Politiker dies unterstützen. Derzeit gibt es zudem viele Briten, welche nach Australien auswandern, und es würde gerade den schwullesbischen Paaren Kopfweh bereiten, wenn sie wüssten, dass ihre in UK geschlossene Ehe in Australien nicht akzeptiert würde…