(26.04.11/dom)
Vor dem Buckingham Palace haben gestern Schwule und Lesben
für die Einführung der gleichgestellten Homo-Ehe protestiert -
und das nur wenige Tage vor der königlichen Hochzeit.
Der Zeitpunkt wurde bewusst gewählt: Mit der Vermählung von
Prince William und Kate Middleton ist das Thema Hochzeit derzeit
in Grossbritannien in aller Munde. Dies wissen auch die
Schwulenorganisationen zu nutzen um mit einer Protestaktion auf
ihre Anliegen aufmerksam zu machen - und zwar am wohl
prominentesten Ort in London, nämlich direkt vor dem Buckingham
Palace, wo derzeit die Hochzeitsvorbereitungen auf Hochtouren
laufen. Die Demonstranten präsentierten eine riesige
Hochzeitskarte an William und Kate, und platzierten darauf auch
gleich ihre Forderung, dass endlich die absolut gleichgestellte
Ehe für schwullesbische Paare eingeführt wird.
So schrieben sie auch auf der Karte: "Congratulations William
and Kate on your Wedding Day. We wish you a happy life together.
You can get married, gay people can't. We are banned by law. We
ask you to support marriage equality. Equal=Love."
Zu den Protesten aufgrufen haben die beiden Organisationen
"Equal Love UK" und "Outrage!" - und an vorderster Front mit
dabei war selbstverständlich auch Schwulenaktivist Peter
Tatchell als Mitorganisator. Mit dieser Protestaktion solle auch
das königliche Hochzeitspaar dazu gewonnen werden, dass sie die
Aufhebung des Verbots der so genannten Homo-Ehe unterstützen,
erklärte Tatchell. Alle sollen das gleiche Recht auf eine Heirat
haben, egal welche sexuelle Orientierung sie haben. Kate und
William hatten die Wahl, fügte Tatchell hinzu, sie können
heiraten oder nicht. Gleichgeschlechtliche Paare hätten diese
Wahl nicht, da sie vom heiraten ausgeschlossen sind. Auch wenn
man sich generell gegen die Ehe stelle, so sei das Verbot der
schwullesbischen Ehe homophob und es sollte aufgehoben werden.
Bereits als Prince Charles und Camilla in Windsor geheiratet
haben, organisierte Peter Tatchell eine ähnliche Protestaktion.
Er erklärte damals, dass Prince Charles zweimal heiraten dürfen,
während gleichgeschlechtliche Paare es nicht mal einmal können. |