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UK: Blutspendeverbot bei Schwulen könnte fallen
family image(09.09.11/dom) Die Anzeichen stehen gut: In Teilen Grossbritanniens könnte das Verbot fallen, welches Männern, die mit Männern Sex haben, das Blutspenden verbietet.

Es war vor rund 25 Jahren - Mitten in der grossen Aids-Krise - als auch Grossbritannien, wie auch die Schweiz und zahlreiche andere Staaten, das Gesetz einführten, welches schwulen Männern das Spenden von Blut lebenslang verbietet. Wie die BBC nun meldet, könnte dieses Verbot in einigen Regionen Grossbritanniens, so in England, Schottland und Wales, bald der Vergangenheit angehören. Gelockert wird es jedenfalls schon mal ab dem 7. November diesen Jahres: Ab dann dürfen nämlich Männer, welche in den letzten 12 Monaten keinen sexuellen Kontakt zu anderen Männern gehabt haben, offiziell Blutspenden, darauf haben sich die entsprechenden Gesundheitsminister nun geeinigt. 12 Monate daher, weil die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die Resultate nach 12 Monaten konstant waren.

Laut den neuesten, medizinischen Erkenntnissen, welche der Regierung vorgelegt wurden. lasse sich dieses Verbot nicht mehr rechtfertigen. Die Minister der von England, Schottland und Wales folgten dieser Argumentation und kündigten darauf eine Lockerung ab November an. Es wird erwartet, dass auch Nordirland bald eine entsprechende Entscheidung fällen wird. Doch es waren nicht nur die medizinischen Gründe, welche zu diesem Umdenken führten, sondern auch, dass man schwule Männer nicht weiter diskriminieren möchte.

Dieses Gesetz wurde damals in den 80ern auf dem Höhepunkt der Aids-Krise eingeführt, um die Verbreitung des HI-Virus dadurch weiter einzudämmen. Auch fehlte es damals noch an schnellen Nachweismethoden. Obwohl alle Blutkonserven durch den britischen "National Blood Service" auf den Virus geprüft werden, gibt es ein Sicherheitsrisiko. Liegen der Zeitpunkt zwischen der Ansteckung und dem Test zu dicht beieinander, dann kann der HI-Virus noch nicht festgestellt werden.