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UGANDA: Falschmeldung verbreitet: Anti-Gay-Gesetz nur vertagt
family image***UPDATE*** Verschiedene Medien haben verbreitet, dass das Anti-Gay-Gesetz aufgrund der internationalen Proteste von der Agenda gestrichen wurde. Dem ist offenbar nicht so - die Debatte wurde nur auf Freitag verschoben. Wer die Falschmeldungen gestreut hat, ist noch nicht bekannt.

Helfe mit den Druck auf die Regierung in Uganda zu erhöhen:

- Unterschreibe diese Online-Petition: LINK

oder

- Wende Dich an die ugandische Botschaft in Genf: WICHTIG: Bleibe bitte höflich und sachlich, denn damit erreichen wir mehr:

Ambassade Uganda
Chancellerie
Rue Antoine Carteret 6bis
1202 Genčve
eMail: mission.uganda@ties.itu.ch
Website: www.ugandamission.ch
Fax: 022/340 70 30

Mehr Infos zur Petition findest Du auf dieser Seite im untersten Text: "UGANDA: Internationale Proteste gegen Anti-Gay-Gesetz"
 
UGANDA: Anti-Gay-Gesetz aus Agenda gestrichen?
(11.05.11/dom) Die internationalen Proteste scheinen etwas bewirkt zu haben - zumindest für den Moment: Das Anti-Gay-Gesetz ist nicht mehr auf der Agenda im Parlament von Uganda.

Die Debatte und auch die Abstimmung, welche für Mittwoch geplant war, wurde offenbar abgesagt, dies nicht zuletzt deshalb, weil es jüngst zu massiven Protesten aus dem Ausland kam. Noch am Freitag war die Debatte rund um das Anti-Gay-Gesetz auf die Agenda für Mittwoch geschrieben worden, doch in einem neusten Update, wurde dieser Punkt offenbar gestrichen.

Der Urheber des Gesetzes könnte nun jedoch einen Antrag auf Dringlichkeit stellen, darüber müsste dann das Parlament abstimmen, und so könnte es schlussendlich doch noch zur Debatte rund um das Anti-Gay-Gesetz kommen. Dies sei schon vorgekommen, und daher ist es noch nicht hundertprozentig klar, ob das Gesetz nicht doch noch in letzter Minute durchgeboxt wird.
UGANDA: Internationale Proteste gegen Anti-Gay-Gesetz
(11.05.11/dom) Die Lage in Uganda in Bezug auf das Anti-Gay-Gesetz ist nach wie vor äusserst ernst, denn die Abstimmung im Parlament könnte jederzeit vorgenommen werden. Nun entflammt erneut der internationale Protest…

Heute ist der letzte Tag, an dem das "alte" Parlament in Uganda zusammentreten kann, denn danach ist die Legislatur zu Ende und die neu gewählten Parlamentsmitglieder werden Einsitz nehmen. Nicht, dass das etwas an der Tatsache ändern würde, dass das Anti-Gay-Gesetz mit den neuen Abgeordneten nicht eingeführt würde, aber es würde zumindest zu neuen Debatten kommen und damit könnte man Zeit gewinnen.

Eine weitere Chance besteht nach wie vor darin, dass der aktuelle und auch bei den Wahlen wiederbestätigte, ugandische Staatspräsident Yoweri Museveni das Gesetz mit einem Veto blockieren könnte. Darauf baut derzeit die Organisation "AllOut", welche eine Online-Petition (LINK) lanciert hat, um Museveni zu diesem Schritt aufzufordern. Er solle sich dafür einsetzen, dass die Menschenrechtssituation in Uganda nicht verschlechtert werde, denn die Welt habe sich vereint mit den Menschenrechtsaktivisten in Uganda. Er solle mit seinem Veto eine Isolation Ugandas in der internationalen Gemeinschaft verhindern, erklären die Urheber der Petition.

Doch auch sonst hat die internationale Gay Community zu Protesten vor den Botschaften Ugandas aufgerufen, oder dazu, die jeweiligen Vertreter Ugandas im eigenen Land direkt anzuschreiben. So gab es gestern eine Kundgebung vor der ugandischen Botschaft in Washington D.C.

Auch Du kannst etwas dazubeitragen und deinen Unmut über das Gesetz zum Ausdruck bringen, indem Du die Botschaft von Uganda in Genf per eMail oder Fax kontaktierst. WICHTIG: Bleibe bitte höflich und sachlich, denn damit erreichen wir mehr:

Ambassade Uganda
Chancellerie
Rue Antoine Carteret 6bis
1202 Genčve
eMail: mission.uganda@ties.itu.ch
Website: www.ugandamission.ch
Fax: 022/340 70 30

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Du unsere Politiker, wie etwa National- und Ständeräte, auf die Situation der Schwulen und Lesben in Uganda aufmerksam machst, damit diese das Aussenministerium auffordern, ebenfalls direkt in Uganda zu intervenieren.

Chronologischer Ablauf der Ereignisse in Uganda: www.gay.ch/family/uganda.html