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UGANDA: Regierung distanziert sich von Anti-Gay-Gesetz
family image(10.02.12/dom) Es sind seltsame Nachrichten, welche derzeit aus Uganda zu uns kommen: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Anti-Gay-Gesetz, welches massiv härtere Strafen für Homosexualität vorsieht, nun doch ins Parlament kommt, und am Mittwoch erreicht uns nun ein Statement, dass sich die Regierung von diesem Gesetzesentwurf distanziere.

Mal hört man Äusserungen, welche an Homophobie kaum zu überbieten sind, und nun schlägt die Regierung im zentralafrikanischen Uganda offenbar wieder sanftere Töne an. In einem offiziellen Statement vom Mittwoch äussert die Regierung bedenken zum so genannten “Kill the Gays”-Gesetz. So heisst es in der Erklärung, das dieser Entwurf von einem „Hinterbänkler“ eingebracht wurde. Dieser Vorschlag gehöre nicht zum Programm, welches das Parlament vorsehe, und werde weder vom Premierminister, noch von dessen Kabinett mitgetragen. Doch, da Uganda eine konstitutionelle Demokratie ist, so ist es auch angebracht, dass ein Gesetzesentwurf, der von einem Abgeordneten eingebracht wird, im Parlament debattiert werde.

Das Gesetz sorgte weltweit für Aufsehen und sorgte dafür, dass sowohl zahlreiche europäische Staatschefs, wie auch US-Präsident Barack Obama und die US-Aussenministerin Hillary Clinton sich mit aller Deutlichkeit gegen dieses Gesetz gestellt haben. Sie haben auch mit Sanktionen oder Kürzungen bei der Entwicklungshilfe gedroht, sollte das Gesetz vom Parlament tatsächlich gut geheissen und eingeführt werden. Der Entwurf von David Bahati sieht die Todesstrafe für jene vor, welche zweimal wegen einem homosexuellem Akt erwischt werden. Bereits beim erstmal droht die Todesstrafe, wenn einer der beteiligten minderjährig oder HIV positiv ist. Selbst Menschenrechts- und LGBT-Organisationen drohen heftige Strafen: Wer in einem öffentlichen Forum über LGBT-Themen diskutiert, kann mit einer Haftstrafe von bis zu sieben Jahren belegt werden.

Chronik über die Geschehnisse in Uganda im gay.ch-Dossier: LINK
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