(11.01.11/dom)
Erst vor wenigen Tag hat ein Gericht in Uganda einer Zeitung
verboten, jemals wieder Schwule mit Bild, Namen und Adresse
öffentlich zu outen (gay.ch berichtete), und nun gibts noch mehr
positive News aus dem Zentralafrikanischen Land…
Würde ich die Wahl gewinnen, dann würde ich Homosexualität
legalisieren, damit meldete sich nun der ugandische
Oppositionsführer Kizza Besigye an die Öffentlichkeit. Er wird
sich am 18. Februar 2011 erneut zur Wahl um das Amt des
Präsidenten stellen und damit den derzeitigen Amtsinhaber Yoweri
Museveni herausfordern. Es ist bereits das dritte Mal, dass
Besigye gegen Museveni antritt, doch bislang war er nicht
erfolgreich.
Homosexualität sei etwas, was in den privaten Räumen und
zwischen Erwachsenen passiere, erklärte Kizza Besigye. Daher
würde er Homosexualität entkriminalisieren. Die
gleichgeschlechtliche Liebe zu verbieten sei zudem überflüssig,
weil das Gesetz nie wirklich angewendet wurde. Es gehe dabei nur
um die gesetzlichen Regelungen und seine persönlichen Ansichten
bezüglich Moral und Sexualität seien irrelevant.
Er fügte weiter hinzu, dass die Legalisierung von Homosexualität
nur seine persönliche Haltung sei und er habe nicht für die aus
vier Parteien bestehende Opposition, deren Anführer er ist,
gesprochen. Er finde zudem, dass das Thema der Homosexualität
viel zu stark angeheizt werde durch die jetzigen
Regierungsmitglieder. Jene Resssourcen, welche die Polizei gegen
Homosexuelle einsetze, könnten viel besser in anderen Bereichen
eingesetzt werden, fügte er in einem Gespräch bei, welches im
ugandischen Fernsehen ausgestrahlt wird.
Wie das Parlament und die Bevölkerung diese Aussagen von Kizza
Besigye aufnehmen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass
sich der Oppositionsführer weit aus dem Fenster lehnt. In den
vergangenen Monaten wurde verstärkt über das Gegenteil der
Entkriminalisierung von Homosexualität debattiert, ein Politiker
wollte nämlich die Strafen für Homosexualität massiv bis hin zur
Todesstrafe erhöhen (gay.ch berichtete). Nach internationalen
Protesten - sogar US-Präsident Barack Obama schaltete sich ein (gay.ch
berichtete) - ist das Gesetz derzeit etwas im Sand verlaufen,
doch aufgegeben sei es noch lange nicht, erklärte der Autor
jüngst. |