templates image

UGANDA: Einzige Gay Bar geschlossen
family image(10.10.11/dom) Obwohl Schwulen und Lesben in Uganda aufs härteste verfolgt und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden, so hatte das Land doch eine offizielle Gay Bar - bis jetzt! Die Bar wurde vor wenigen Tagen geschlossen.

Es mag überraschen, dass es in Uganda, trotz den absolute widrigen Umständen für Schwule und Lesben, doch eine offizielle Gay Bar gab. Dies gehört nun aber der Vergangenheit an, denn "Sappho Islands" wurde vor wenigen Tagen durch den Grundstückeigentümer geschlossen, da er sich Sorgen machte aufgrund der "absonderlichen" Menschen, welche sich in der Bar jeweils getroffen hätten. Zudem sei die Bar viel zu laut gewesen, heisst es weiter.

Die Schliessung kam absolut überraschend, auch für die Betreiberin Jaqueline Kasha. Sie sei wie gewohnt am Sonntag zur Arbeit gefahren und habe dann feststellen müssen, dass die Türen verschlossen und blockiert waren. Sie habe ihre Miete immer pünktlich bezahlt, erklärte Kasha, und sie könne die Massnahmen nicht verstehen. Es liegt aber nahe, dass die Schliessung politisch motiviert sein könnte.

Jaqueline Kasha machte sich international stets für die Rechte der Lesben und Schwulen stark, und machte auch immer wieder auf die schreckliche Menschenrechtssituation, wie sie derzeit in Uganda herrscht, aufmerksam. Für dieses Engagement wurde sie erst im Mai diesen Jahres in Genf mit einem der grössten Auszeichnungen der internationalen Menschenrechtsbewegung, dem Ennals Preis, ausgezeichnet (gay.ch berichtete).

Zudem wurde erst vor wenigen Wochen die Abstimmung über das so genannte Anti-Gay-Gesetz durch das Parlament aufgeschoben - dies auch, weil der internationale Druck gegen dieses Gesetz stark zugenommen hatte. Mit dem Gesetz könnten LGBTs mit mehreren Jahren Haft bestraft werden, oder in gewissen Fällen gar mit der Todesstrafe.

Mehr zu Uganda: LINK