(15.04.2010/lp)
Eine Art "Coming-Out durch Facebook" führte dazu,
dass der Verleger einer katholischen Zeitschrift seinen Job verlor.
Dass man ihn durch seinem Facebook Profil auf "die
Schliche" kommen könnte, dass hat sich David Berger wohl
nicht gedacht. Berger führte bis vor kurzem "Theologisches
- auflagenstärkste katholische Monatsschrift im deutschen
Sprachraum". Nun ist der Kölner am Montag mit sofortiger
Wirkung als Herausgeber zurückgetreten. Kritiker aus dem
Umkreis von "Theologisches" hatten Bergers Nähe zur
Homosexuellen-Szene moniert. Von dem Herausgeber einer theologischen
Zeitschrift, die sich dem katholischen Glauben verpflichtet wisse,
müsse erwartet werden, dass er sich auch in seinem Privatleben
um einen kirchlichen Lebenswandel bemühe.
In einem scharf formulierten Brief kritisiert Berger "dass
wesentliche Verantwortliche der Fördergemeinschaft gleichsam
auf Zuruf von bigotten Seelen aus dem Umkreis von
,Theologisches', die glauben etwas Anstössiges im Internet
zu meiner Person gefunden zu haben, in übertriebene Reaktionen
verfallen". Er wolle die "Einmischung in sein
Privatleben" nicht mehr hinnehmen.
Man hätte ihn wohl nicht herausgeworfen, sondern auf
"Besserung" gesetzt: Die Fördergemeinschaft
hätte Berger die Chance gegeben, nach einem Rücktritt
diskret vom Homosexuellen-Milieu Abstand zu nehmen und sich auf
seinen "verantwortungsvollen Stand als habilitierter Theologe
neu zu besinnen". Auch nach seinem Rücktritt hoffen seine
"Thelogisches"-Ex-Kollegen, dass der ehemalige Herausgeber
von "Theologisches" seine "Irrwege einsehe und zu
einem Lebensweg finde, der den Weisungen der Heiligen Schrift und
der katholischen Kirche entspreche."
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