(06.09.10/dom)
Während die meisten schwullesbischen Paaren in den USA
derzeit darum kämpfen, dass sie heiraten dürfen, hat ein anderes
Paar im US-Bundesstaat Texas ein ganz anderes Problem: Sie
möchten, aber dürfen sich nicht scheiden lassen…
Verkehrte Welt herrscht derzeit im US-Bundesstaat Texas.
Während praktisch im ganzen Land - insbesondere in Kalifornien -
die gleichgeschlechtlichen Paare um rechtliche Anerkennung
kämpfen, so erhielt in Texas ein schwules Paar per Gericht das
Urteil, dass sie sich nicht scheiden lassen können. Die beiden
Männer aus Texas haben im Jahr 2006 im US-Bundesstaat
Massachusetts geheiratet, doch zwei Jahre später haben sie sich
getrennt und nun möchten sie sich auf rechtskräftig scheiden
lassen.
Bereits im Oktober hat ein Staatsanwalt Klage bei einem
Bezirksgericht eingereicht, da das Paar seiner Meinung nach auch
in Texas eine Scheidung beantragen können müsse, und weiter
machte er geltend, dass das Verbot der Ehe für Schwule, Lesben
und Transgender den Gleichheitsartikel der US-Verfassung
verletzte. Wie ein Berufungsgericht in Texas nun aber geurteilt
hat, ist es nicht möglich, dass sich die beiden Männer scheiden
lassen können, weil der Bundesstaat die so genannte Homo-Ehe als
nicht verfassungsmässig betrachte und daher nicht anerkenne.
Weiter urteilte das Gericht, dass das Verbot der Ehe für
gleichgeschlechtliche Paare nicht gegen die Verfassung
verstosse. Ob die Männer das Urteil nun vor der Oberste Gericht
in Texas weiterziehen werden, haben sie einem Anwalt zufolge
noch nicht entschieden. |