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AUSTRALIEN: Mord an Schwulem nach 19 Jahren aufgeklärt
family image(16.08.10/dom) Der Mord geschah vor 19 Jahren, doch erst jetzt konnte der Täter überführt und zu 17 Jahren Haft verurteilt werden.

Ein DNA-Test hat ihn überführt. Am 2. September 1991, also vor rund 19 Jahren, wurden Paul Darcy Armstrong und Felipe Flores beim Verlassen einer Gay Bar in der australischen Metropole Sydney gesehen. Nur rund eine halbe Stunde später wurde die übel zugerichtete Leiche des damals 27-jährigen Felipe Flores in der so genannten "Lover's Lane" aufgefunden. Was dazwischen passierte war bislang unklar.

Vor rund zwei Jahren wurde nun Paul Darcy Armstrong verhaftet und in Untersuchungshaft genommen, weil das Resultat eines DNA-Tests den Fokus wieder auf ihn als möglichen Täter richtete. Unter den Fingernägeln von Felipe Flores und auch an dessen T-Shirt wurden Körperflüssigkeiten gefunden, die Armstrong schliesslich überführten.

In seinem Urteil erklärte der zuständige Richter Terrence Buddin, dass Flores brutal zu Tode geprügelt worden sei. Es sei grausam und andauernd auf ihn eingeschlagen worden, und Flores sei direkt nach der Attacke gestorben, erklärte der Richter weiter gegenüber der "Australian Associated Press".

Über den Hintergrund der Tat kann auch 19 Jahre später nur spekuliert werden. Wie der Richter erklärte, könnte die Attacke passiert sein, weil Flores Armstrong erklärt habe, dass er HIV-positiv sei. Gut acht Jahre später, also im Jahr 1999, unterzog sich auch Armstrong einem HIV-Test und er erhielt ebenfalls die Diagnose positiv.

Der heute 47-jährige Paul Darcy Armstrong wurde nun vom Gericht des Mordes an Felipe Flores schuldig gesprochen und zu 17 Jahren Haft verurteilt. Nach frühestens elf Jahren und sechs Monaten soll das Urteil nochmals überprüft und über eine frühzeitige Entlassung geurteilt werden.