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SIMBABWE: Fünf schwule Männer verhaftet
family image(14.08.11/dom) Weil sie angeblich schwul sein und unmoralische, sexuelle Kontakte gehabt haben sollen, wurden in Simbabwe fünf Männer verhaftet.

Schon rein der Verdacht scheint offenbar einmal mehr zu reichen, um Männer aufgrund ihrer angeblichen Homosexualität zu verhaften. So geschehen in Domboshava in der Nähe der Hauptstadt Harare. Weil vier, junge Schwarze plötzlich ungewöhnlich viel Geld in seinem Geschäft ausgaben, meldete dies ein Shopbesitzer der Polizei. Dies nahm in der Folge die vier Männer fest und zusätzlich auch noch einen 55-jährigen, weissen Mann.

Die fünf Männer sind derzeit in einer Polizeistation in Domboshava in Untersuchungshaft. Sie werden dort bis zu ihrem Prozess festgehalten, meldete die staatliche "ZBC News" am Dienstag. Ihnen wird vorgeworfen, sie seien schwul und hätten unmoralische, sexuelle Kontakte unter einander gehabt.

Wie in vielen afrikanischen Staaten, so ist Homosexualität auch in Simbabwe illegal. Seit 2006 gelten zudem schärfere Gesetze und Homosexualität wird seither noch härter bestraft. Bereits Händchenhalten in der Öffentlichkeit zwischen Personen des gleichen Geschlechts kann bestraft werden. Vor 2006 wurden nur sexuelle Kontakte durch das Strafgesetz geahndet.

Prominentestes Opfer dieser Gesetze gegen Homosexualität ist der ehemalige Staatspräsident Canaan Banana, welcher 1996 deshalb zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde. Der Prozess dürfte aber auch politisch motiviert gewesen und durch Druck vom heutigen Staatspräsidenten Robert Mugabe geführt worden sein. Mugabe war der Premierminister unter Banana, und er übernahm dessen Amt 1987. Seit dieser Zeit hat sich Mugabe immer wieder öffentlich gegen Homosexualität ausgesprochen und Schwulen und Lesben massive strafrechtliche Konsequenzen angedroht.