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SIMBABWE: Zwei Mitglieder einer Gay Organisation verhaftet
Bild Simbabwe(26.05.10/dom) Nach Uganda und Malawi zieht mit Simbabwe ein weiterer afrikanischer Staat nach, und greift schärfer gegen Homosexuelle durch – in der Hauptstadt wurden bereits zwei Mitglieder einer Gay Organisation verhaftet.

Nur weil sie einen Brief des früheren Bürgermeisters von San Francisco, Willie Lewis Brown, in ihrem Büro aufgehängt haben, in welchem der den Präsident von Simbabwe aufgrund dessen homophobe Haltung kritisiert, wurden zwei Mitglieder einer Gay Organisation in Harrare verhaftet. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag, ist aber erst jetzt publik geworden. Ellen Chadehama (34) und Ingatius Mhambi (38) gehören der Organisation “Gays and Lesbians of Zimbabwe”, kurz GALZ, an. Als Verhaftungsgrund wird der Verstoss gegen das Zensurgesetz angegeben, weil der Brief die Autorität des Präsidenten untergrabe.

Wie der Anwalt der beiden Verhafteten berichtete, werden die Beiden mindestens bis Mittwoch im Gefängnis bleiben, da der Dienstag in Simbabwe ein Feiertag ist. Dann wird den Beiden der Prozess gemacht. Laut der Polizei droht ihnen entweder eine Busse oder eine kurze Haftstrafe, je nachdem wie stark sich die Vorwürfe gegen sie erhärten lassen.

Die Polizei hat das Büro der Organisation, welche sich offiziell als Aids-Organisation ausgibt, am Freitag durchsucht und neben dem Brief auch zahlreiche weitere Dokumente und Akten beschlagnahmt. Der Anwalt der beiden Verhafteten forderte die Polizei auf, die beiden Verhafteten noch vor dem vergangenen Wochenende freizulassen, damit sie gemeinsam zum Prozess erscheinen können, doch die Polizei lehnte ab. Auch lehnten es die Behörden ab, dass der Anwalt seine beiden Mandanten im Gefängnis besuchen durfte. Problematisch dürfte vor allem der Brief des Bürgermeisters von San Francisco sein, da dieser die Organisation auch mit Schwulen und Lesben in Verbindung bringt. In Simbabwe, wie in zahlreichen anderen afrikanischen Staaten, ist Homosexualität strafbar. Auch Präsident Robert Mugabe lässt sich immer wieder zu homophoben Äusserungen hinreissen. So erklärte er öffentlich, dass Homosexuelle minderwertiger seien "als Hunde und Schweine". Doch trotzdem, Verhaftungen aufgrund von Homosexualität waren bislang relativ selten.

Es bleibt zu hoffen, dass den beiden Verhafteten in Simbabwe nicht das selbe Schicksal droht, wie den beiden Schwulen in Malawi: Mehr dazu - LINK