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SCHWEIZ: Konzert von Bounty Killer in Zürich abgesagt
family image(11.08.11/dom) Wie die Neue Zürcher Zeitung in ihrer Print- und Online-Ausgabe meldet, wurde das Konzert von Bounty Killer im Club Zürich durch die Lokalität abgesagt.

Wo er in Europa Auftritt, dort sorgt er für Wirbel: Der jamaikanische Reggae-Sänger Bounty Killer. So auch in der Schweiz, als er 2008 in Fribourg, und einen Tag später in der Alten Kaserne in Zürich auftrat, oder eben nun aktuell, kurz vor seinem geplanten Konzert im Club Zürich am 20. August.

Schwule sollen verbrannt werden, singt Bounty Killer unter anderem in seinen Songs, oder, Männer, welche Sex mit Männern haben, sollen ertränkt werden. Oder: Diese Verrückten zu töten mache ihm nichts aus. Durch solche Lyrics kommt Bounty Killer immer wieder in die Schlagzeilen, und, er bekam in zahlreichen Ländern und Städten bereits Auftrittsverbote. So nun auch in Zürich: Wie der Geschäftsführer des Club Zürich gegenüber der NZZ verlauten liess, habe er nicht gewusst, dass Bounty Killer Minderheiten diskriminiere. Er dulde dies nicht, und deshalb wurde das Konzert nun kurzerhand durch den Club abgesagt.

Bounty Killer gehört zu jenen Musikern, welche sich öffentlich weigern, den so genannten "Reaggae Compassionate Act" (Stop Murder Music Campaign) zu unterschreiben. Jenes Dokument, mit welchem sich die Musiker und Sänger schriftlich verpflichten, in ihren Songs auf homophobe Äusserungen zu verzichten.