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SCHWEIZ: Aids Hilfe verstärkt Präventionsarbeit bei MSM
family image(28.05.11/dom) Die Aids-Hilfe Schweiz teilt in einer Medienmitteilung zur Generalversammlung von diesem Samstag mit, dass die Präventionsarbeit vor allem bei MSM verstärkt werden soll.

Täglich erhalten in der Schweiz zwei Personen die Diagnose "HIV-positiv", und im Jahr 2010 wurde die Hälfte dieser Ansteckungen mit dem Virus bei Männern, die mit Männern Sex (MSM) haben, diagnostiziert. Wie die Aids-Hilfe Schweiz an ihrer Generalversammlung mitteilte, soll daher der Schwerpunkt vor allem dort gelegt werden, wo das Problem besonders dringend ist, also bei jenen Bevölkerungsgruppen, bei denen das HI-Virus und andere sexuell übertragbare Infektionen besonders verbreitet sind. Zudem sollen auch im speziellen HIV-positive Menschen unterstützt werden.

Dieser Fokus wurde vom Bundesrat am 1. Dezember 2010 verabschiedet und erfolgt im Zuge der Umsetzung des neuen Programms für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen 2011-17 (NPHS). Diese Konzentration führt auch dazu, dass die Aids-Hilfe Schweiz ihre Verbandsstrukturen überdenken, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

An der Generalversammlung verabschiedete die Aids-Hilfe Schweiz zudem auch ihren Präsidenten Hansruedi Völkle. Dieser war während neun Jahren als ehramtliches Vorstandsmitglied, als Vizepräsident und zuletzt auch als Präsident tätig. Er zieht sich aus Altergründen zurück. Die Neuausrichtung der Aids-Hilfe Schweiz wird nun zwischenzeitlich von einem Interimsvorstand unter der Leitung der bisherigen Vize-Präsidentin Sibylle Nideröst geleitet.