templates image

SCHWEIZ: Nationalrat sagt NEIN zur Adoptions-Petition
family image(30.09.11/dom) Wenn schwullesbische Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen, dann handeln sie sich nach wie vor einen Nachteil ein: Dies wird auch weiterhin so bleiben - der Nationalrat lehnte die Petition rund um das Adoptionsgesetz am Freitagmorgen, notabene am letzten Tag der aktuellen Legislatur, ab.

Es war im Juni 2010. als der Verein "Familienchance" seine Petition mit rund 20'000 Unterschriften in Bern deponierte. Damit wollte der Verein erreichen, dass sich der Nationalrat mit Adoptionsrecht befasst und es schwullesbischen Paaren, welche in einer Eingetragenen Partnerschaft leben, das Recht zusprechen, dass sie Kinder adoptieren können.

Damit würde eine derzeit absolut absurde Situation endlich aus den Gesetzesbüchern verschwinden: Schwule und Lesben dürfen nämlich als Einzelpersonen durchaus Kinder adoptieren, doch sobald sich ein Paar rechtlich gegenüber einander absichern will, sprich, mit der Eintragung ihrer Partnerschaft, so verlieren sie das Recht auf die Adoption. Obwohl Partner ihre Partnerschaft durch die Eintragung quasi untermauern, was schlussendlich auch dem Kindeswohl zu Gute kommt, lehnte es der Nationalrat mit 97 zu 83 Stimmen ab, auf dieses Anliegen einzutreten.

Während die Linke mit teilen der FDP für dieses Anliegen stimmten, waren es die konservativen Kräfte, welche sich dagegen aussprachen. Sie pochten vor allem auf das Argument, dass ein Kind das Recht auf eine Mutter und einen Vater habe. Dass dies bei der Adoption durch eine Einzelperson auch nicht gegeben ist, liessen sie dabei nicht gelten.