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RUMÄNIEN: Gay Pride kurz nach Anti-Gay-Parade
family image(05.06.11/dom) Zuerst liefen die Gegendemonstranten durch Bukarest, danach liefen rund 150 Schwule und Lesben an der Gay Pride durch die Strassen.

Es ist noch nicht lange her, seit Homosexualität in Rumänien gesetzlich anerkannt und strafrechtlich nicht mehr verfolgt wird. Nicht zuletzt auf Druck der EU und der USA, wurde Homosexualität erst im Jahr 1996 im Privaten leaglisiert und fünf Jahre später wurden auch die "öffentlichen Erscheinungsformen" von Homosexualität nicht mehr bestraft. Noch ein Jahr später, 2002, wurde dann auch das Schutzalter für Schwule und Lesben jenem der Heterosexuellen angepasst - nämlich 15 Jahren.

Doch wie in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks, so ist Homosexualität in der Bevölkerung nach wie vor sehr umstritten. Diese Tatsache zeigte sich am Samstag erneut in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Kurz vor der geplanten Gay Pride marschierten Duzende von Gegendemonstranten durch die Strassen der Stadt und forderten, Homosexualität zu verbannen. Sie erklärten zudem, dass sie immer weiter machen werden mit solchen Aktionen solange es Gay Prides geben wird. Sie würden sich für Normalität einsetzen.

Doch die Teilnehmer der anschliessenden Gay Pride liessen sich nicht einschüchtern, und sie erhielten prominente Unterstützung. Rund 150 Schwule, Lesben, Transgender und ihre Familien und Freunde liefen mit bunten Transparenten durch Bukarest - und an vorderster Front mit dabei waren Mark Gitenstein, der Botschafter der USA, Anders Bengtcen, der Botschafter von Schweden, und Martin Harris, der Botschafter von Grossbritannien. Die Organisatoren der Gay Pride zeigten sich äusserst zufrieden mit ihrem Event, und es kam zu keinerlei Auseinandersetzungen mit den Gegendemonstranten.