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SCHWEIZ: LOS und Pink Cross fordern öffentlichen Protest der Schweiz
(13.10.10./pk) Was Rechtsradikale denken, zeigte sich am Sonntag in der serbischen Hauptstadt Belgrad: Rund 6000 Personen prügeln auf die Polizei ein, warfen Molotow-Cocktails und zündeten Autos an, während rund 1000 Homosexuelle für ihre Rechte demonstrierten. Pink Cross, der nationale Dachverband der schwulen Männer in der Schweiz fordert den Bundesrat auf Serbien klar zu machen, dass die Schweiz solches Verhalten verurteile.

Die Demonstration von rund tausend Schwulen dauerte nur 15 Minuten. An der Veranstaltung stellte der EU Vertreter Vincent Degert klar, um was es geht: „Wir sind hier, um diesen wichtigen Tag zu feiern, um die Werte der Toleranz, der Meinungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit zu feiern“, sagte Degert in seiner Rede. Doch davon wollte eine Meute von rund 6000 Rechtsradikalen nichts wissen: Die Polizisten, welche zum Schutz der Schwulendemo aufgeboten waren, wurden mit Feuerwerkskörpern beworfen, es flogen Molotow-Cocktails und Flaschen. Unter den mehr als 140 Verletzten befanden sich offenbar auch etliche Polizisten. LOS und Pink Cross hoffen, dass die Polizeikräfte, welche verletzt wurden bald wieder genesen und dankt ihnen für ihren Einsatz für die Menschenrechte.

Gleichzeitig fordern LOS und Pink Cross das Schweizer Aussenministerium auf, in Belgrad gegen die gewalttätigen Ausschreitungen gegen Schwule zu protestieren. Diese Intoleranz ist eines freiheitlichen Staats unwürdig und widerspricht jeglichen europäischen Traditionen. Dass Schwule in Serbien noch immer nur versteckt leben können hat auch die Kritik von Amnesty International auf sich gezogen. Dass offen zur Tötung von Homosexuellen aufgefordert wird, ist nur ein neuer Höhepunkt bei der Hatz gegen Schwule in Serbien. Die Schweiz, welche die Verteidigung der Menschenrechte zu einem ihrer Prioritäten gemacht hat, darf hier nicht schweigen."

gay.ch berichtete: SERBIEN: Massivste Ausschreitung an der Gay Pride in Belgrad