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POLEN: 14 Verhaftete zum Schutz der Gay Pride
family image(23.05.11/dom) Die Gay Pride vom Samstag in Krakau wurde, wie schon in früheren Jahren, erneut von Ultranationalisten gestürmt: Die Polizei nahm 14 von ihnen fest.

Es ist das altbekannte Spiel: Schwullesbische Organisationen rufen zu einer Gay Pride auf, und vor Ort treffen sie auf mindestens ebenso viele, teils äusserst gewaltbereite Rechtsradikale und Ultranationalisten, welche die Pride verhindern, oder zumindest stören wollen. Während sich die schwullesbischen Teilnehmer friedlich verhalten, und sich, wenn überhaupt, verbal zur Wehr setzen, greifen die Gegendemonstranten schnell zu Mitteln der Gewalt. In der Mitte, einerseits um die Pride-Teilnehmer zu schützen, aber andererseits auch im die Gewalt einzudämmen und die Gegendemonstranten in Schach zu halten, befindet sich die Polizei.

Dies war in diesem Jahr nicht anders: Am Samstag fand in Krakau, im südlichen Polen, die Gay Pride statt, und den Schwulen, Lesben, Transgender und ihren Freunden standen wiederum rund 150 Gegendemonstranten gegenüber. Erfreulich war diesmal, dass die Teilnehmer der Pride, rund 400, für einmal in der Mehrzahl waren. Die Polizei hatte wieder alle Hände voll zu tun auf dem Wolnica Platz, um die Gegendemonstranten vom Veranstaltungsort fernzuhalten. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzung bei welchen die Polizei Tränengas einsetzen musste. Insgesamt wurden 14 Gegendemonstranten festgenommen.

Die Krawalle hielten sich diesmal jedoch mehr oder weniger in Grenzen: So erklärte einer der Veranstalter, dass sich die Situation seit 2004 massiv verbessert habe. Damals seien die Teilnehmer der Pride noch mit Steinen und Flaschen beworfen worden.