templates image

USA/MEXIKO: Homo-Ehe offiziell eingeführt
family image(04.03.10/dom) Die amerikanische Hauptstadt hat am Mittwoch die so genannte Homo-Ehe offiziell eingeführt, und das nach einem Gerichtsurteil, und heute war Mexico City an der Reihe - dort sogar inklusive Adoption.

Das Oberste Gericht der USA hat geurteilt, dass die so genannte Homo-Ehe in Washington D.C. wie geplant eingeführt werden kann. Die Gegner wollten erreichen, dass die Bevölkerung des US-Bundesstaats District of Columbia, zu dem auch die Hauptstadt Washington D.C. gehört, über die Einführung abstimmen soll. Das Gericht argumentierte nun allerdings dagegen, da der Kongress die Möglichkeit gehabt hätte, eine Volksabstimmung zu fordern. Dies hätten die Abgeordneten aber nicht gemacht, und aus diesem Grund könne die Homo-Ehe wie geplant am Mittwoch eingeführt werden.

 Am Mittwochmorgen früh standen nun etliche schwullesbische Paare in der amerikanischen Hauptstadt vor den Ämtern Schlange, um sich das Eheversprechen zu geben. Die Ehe ist allerdings nicht vollständig gleichgesetzt, sondern es handelt sich mehr um ein Partnerschaftsgesetz. So ist etwas das Recht auf Adoption explizit ausgeschlossen worden.

Am Donnerstagmorgen war es dann in der mexikanischen Hauptstadt soweit. Auch dort wurde das Recht auf die Ehe für Schwule und Lesben offiziell eingeführt. Im Vergleich zu Washington D.C. wurde den gleichgeschlechtlichen Paaren in Mexico-City sogar das Recht auf Adoption zugesprochen. Diese Entwicklung ist daher eine grosse Sensation, da Mexiko an sich tief religiös und konservativ ist. Viele Schwule und Lesben können sich deshalb noch nicht so richtig über die neusten Entwicklungen freuen, da sie wieder einen Rückschlag erwarten. So befürchten sie etwa, dass die Politiker auf Bundesebene ihnen das Recht auf Ehe wieder wegnehmen können, in dem sie in der Verfassung verankern, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann.