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MEXIKO: Debatte um Homo-Ehe geht weiter
family image(19.08.10/dom) Die mexikanische Hauptstadt hat die so genannte Homo-Ehe eingeführt. Dass dies gerade der starken Kirche im Land nicht passt, ist klar. Doch nun wehrt sich der Bürgermeister von Mexico-City auf seine eigene Weise und reicht eine Verleumdungsklage gegen den zweithöchsten Kirchenvertreter des Landes ein.

Vor eingen Tagen hat das Oberste Gericht in Mexico-City geurteilt, dass in der Hauptstadt die so genannte Homo-Ehe eingeführt werden darf. Vor kurzem ging das Gericht nun noch einen Schritt weiter und gab nachträglich bekannt, dass gleichgeschlechtliche Paare nach ihrer Ehe auch das Recht auf die gemeinsame Adoption eines Kindes erhalten. Dass dieses Urteil gerade seitens der Kirchen heftigst kritisiert wurde, war absehbar. Doch nun schlägt der Bürgermeister von Mexico-Stadt, Marcelo Ebrard, auf seine eigene Weise zurück.

Kardinal Juan Sandoval Iniguez, seines Zeichens Erzbischof von Guadelajara und damit zweithöchster Kirchenvertreter in Mexiko, beschuldigte Bürgermeister Ebrard nämlich, dass er, als es um die Öffnung der Ehe für schwullesbische Paare ging, Einfluss auf die Richter des Obersten Gerichtshof genommen habe. Dies sei eine Verleumdung, erklärte nun der Bürgermeister und gab am Mittwoch bekannt, dass er gegen den Kardinal eine Klage eingereicht habe.

Gegenüber Journalisten erklärte Marcelo Ebrard, dass er erwarte, dass der Kardinal seine Aussage widerrufe, und öffentlich zugeben, dass er gelogen habe. Zudem verlange er auch eine öffentliche Entschuldigung des Kirchenmannes. Ob sich der Kardinal dazu durchringen kann, bleibt abzuwarten, ebenso, ob es wirklich zum Prozess kommt oder ob der Bürgermeister seine Klage wieder zurückzieht.