(05.05.11/dom)
Die italienische Schwulenorganisation "Arcigay" hat in
Zusammenarbeit mit fünfzehn weiteren, nationalen Organisationen
eine nationale Kampagne gegen Homophobie lanciert. Neben Flyern
und Postern wird es auch zahlreiche Events in über fünfzig
Städten geben.
Italien ist eines der letzten Länder in Mittel- und
Westeuropa, welches bislang noch kein nationalgültiges
Partnerschaftsgesetz eingeführt hat. Erst in einzelnen Regionen
wie etwa in Umbrien, Emilia Romagna, Kampanien und Ligurien
haben schwullesbische Paare die Möglichkeit ihre Partnerschaft
einzutragen. Das Land, welches nicht zuletzt durch den Vatikan
nach wie vor stark mit der Kirche verbunden ist, sorgt auch
immer für Schlagzeilen aufgrund von homophoben Vorfällen, welche
von Aussagen von Ministerpräsident Silvio Berlusconi bis hin zur
Kritik an einem schwulenfreundlichen Plakat von Ikea reichen.
Auf dieses Problem will nun die italienische
Schwulenorganisation "Arcigay" zusammen mit fünfzehn weiteren,
nationaltätigen Organisationen hinweisen.
Für die Kampagne, welche nicht zuletzt in Verbindung mit dem
Internationalen Tag gegen Homophobie steht, hängen die
Organisationen rund 23'000 Poster in ganz Italien auf und
verteilen rund 45'000 Flyer. Als Sujet haben sie sich jeweils
für ein lesbisches, respektive ein schwules, sich küssendes Paar
entschieden. Neben über fünfzig Städten, in welchen diese
Verteilaktionen stattfinden, wird es auch noch Duzende von
Events geben, welche der Kampagne zusätzliche Aufmerksamkeit
geben sollen, und welche von lokalen Vertretungen von "Arcigay"
veranstaltet werden.
Die Verantwortung liege beim Staat, dass wirtschaftliche und
soziale Hürden abgebaut werden, welche die Freiheit und die
Gleichheit aller Bürger einschränke, und deren volle Entwicklung
als Personen und die Teilnahme an der politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes verhindere,
erklärten die Veranstalter. Diese Kampagne, welche nun offiziell
vorgestellt wurde, sei bei weitem die Grösste dieser Art, welche
je in Italien durchgeführt wurde, heisst es von Seiten von "Arcigay"
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