(29.07.11/dom)
Am Donnerstag fand in Jerusalem wieder die jährliche Gay &
Lesbian Pride statt - natürlich wieder mit Gegenprotesten von
Ultraorthodoxen.
Nach Polizeiangaben waren es rund 3'000 Teilnehmer der Gay &
Lesbian Pride, welche durch die Strassen Jerusalem marschiert
sind, um für mehr Toleranz und Akzeptanz zu werben. Ihnen zur
Seite standen etwa 1'000 Polizisten, welche die Schwulen,
Lesben, Transgender und ihre Freunde und Familien vor den
Gegendemonstranten schützten. Zu tief sitzen noch die
Erinnerungen an das Jahr 2005, als ein ultraorthodoxer Mann drei
Teilnehmer niedergestochen hat. Er wurde mittlerweile zu zwölf
Jahren Gefängnis verurteilt.
Obwohl die Route der Parade bewusst nicht durch die von den
Ultraorthodoxen bewohnten Viertel führte, kam es trotzdem zu
Gegendemonstrationen. So versuchten sie die Pride zu stören,
indem sie etwa vier Esel dorthin treiben wollten. Die Polizei
konnte dies allerdings verhindern. Ein Mann wurde zudem
verhaftet, nachdem er mehrere Beutel mit einer überriechenden
Flüssigkeit in die Menge geworfen hat. Wie die Polizei weiter
mitteilte, seien dies die einzigen Zwischenfälle gewesen - mal
abgesehen von den Plakaten und den homophoben Zwischenrufen.
Bereits im vergangenen Jahr war die Gay Pride in Jerusalem
überraschend friedlich verlaufen (gay.ch
berichtete). |