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IRLAND: Partnerschaftsgesetz tritt in Kraft
family image(06.04.11/dom) In Irland wird in diesen Tagen Geschichte geschrieben: Noch bis 1993 war Homosexualität auf der grünen Insel illegal, doch seit dem 1. April 2011 können schwullesbische Paare ihre Partnerschaften nun offiziell eintragen lassen.

Eingeführt wurde das Partnerschaftsgesetz eigentlich bereits am 1. Januar 2011 (gay.ch berichtete), doch damals konnten die Paare erst einen Antrag einreichen, und danach dauerte es noch drei Monate, also bis zum 1. April 2011, bis die Formalitäten durch sind, sodass die ersten Paare nun offiziell am 1. April ihre Partnerschaft eintragen lassen konnten. Das Gericht bewilligte jedoch sechs Paaren eine Ausnahme, damit sie sich aus dringlichen Gründen bereits früher als Paar registrieren lassen konnten. Die erste Zeremonie fand demnach am 7. Februar statt.

Dass diese gesetzliche Neuerung viel Anklang findet, zeigt schon alleine die Tatsache, dass sich bereits am ersten Tag, also am 1. April, 267 gleichgeschlechtliche Paare eintragen liessen, wie es aus dem zuständigen Ministerium heisst. Die rechtliche Anerkennung als Paar bereits früher erhielten jene schwullesbischen Paare, welche ihre Partnerschaften bereits in anderen Ländern eintragen liessen. Zahlen dazu gibt es nicht, doch schätzt die irische Schwulen- und Lesbenorganisation, das "Gay and Lesbian Equality Network (Glen), dass es sich um rund tausend Paare handeln könnte. Ihre Partnerschaften wurden bereits ab dem 13. Januar offiziell anerkannt.

Noch bis ins Jahr 1993 war Homosexualität in Irland illegal. Doch das Land hat die Rechte für Schwule, Lesben und Transgender daraufhin schnell ausgebaut. Der so genannte "Civil Partnerships Bill 2009" wurde am 24. Juni 2009 im Parlament vorgestellt und zwei Tage später öffentlich präsentiert. Im Juli 2010 stimmten sowohl das Dáil, das irische Repräsentantenhaus und der Seanad, der Senat, für die Einführung eines Partnerschaftsgesetzes. Das Gesetz wurde darauf am 19. Juli 2010 durch die Unterschrift der irischen Präsidentin Mary McAleese, und am 23. Dezember 2010 durch jene des Justizministers offiziell durchgewunken.