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INDIEN: Vierte Gay Pride in New Delhi
family image(29.11.11/dom) Hunderte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen haben am Sonntag an der bereits vierten Gay Pride in der indischen Hauptstadt New Delhi teilgenommen.

Es war ein farbenfroher Umzug der LGBT Community durch das Geschäfts- und Einkaufszentrum der indischen Hauptstadt New Delhi. Dass die bereits vierte Delhi Queer Pride Parade auch äusserst erfolgreich war, zeigte schon das Verkehrschaos, welche der Event verursachte: Viele hielten auf der Strasse an um das Geschehen vor Ort mit zu verfolgen, und blockierten damit die umliegenden Strassen. Die Gay Pride startete an der Barakambha Road und führte bis zum Jantar Mantar.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, so wurden auch diesmal wieder kostenlos Masken abgegeben, um die Zuschauer am Strassenrand – vor allem natürlich jene, welche sich nicht zu outen getrauen – zum Mitlaufen zu animieren. Zudem wurden auch wieder Trillerpfeiffen, Süssigkeiten, Flyer und Schals in den Regenbogenfarben verteilt.

Homosexualität ist in Indien nach wie vor ein grosses Tabu, und den Schwulen, Lesben und Transgender droht bei einem Outing die Ausgrenzung aus der Gesellschaft, aber auch massive Diskriminierung und Gewalt. Viele werden darüber hinaus auch erpresst oder durch die Familie zu einer Zwangsheirat gezwungen. Von Staates wegen wird ihnen zudem der Zugang zu den Gesundheitseinrichtungen vorenthalten. In den vergangenen Jahren hat es aber einige Fortschritte gegeben. So wurde Homosexualität beispielsweise in der Hauptstadt New Delhi legalisiert, so dass es seither auch eine offizielle Gay Pride geben kann (gay.ch berichtete). Doch auch sonst ist es spürbar, dass die Bevölkerung langsam toleranter und offener gegenüber dem Thema reagiert (gay.ch berichtete).