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KANADA: Gays demonstrieren vor G-20-Gipfel
family image(23.06.10/dom) In wenigen Tagen treffen sich im kanadischen Huntsville und in Toronto die Präsidenten der G8- respektive der G20-Staaten. Und auch die Gegner sind vor Ort - darunter auch eine schwullesbische Gruppe.

Jedes mal wenn sich die Mächtigen dieser Welt treffen, dann sind auch deren Gegner nicht weit: Verschiedenste NGOs, Friendensaktivisten und Globarisierungsgegner organisieren sich weltweit um dann am jeweiligen Austragungsort der Gipfeltreffen mit Massenprotesten auf sich aufmerksam zu machen. Diesmal findet der G8-Gipfel am 25. und 26. Juni in Huntsville, im kanadischen Bundesstaat Ontario, statt und danach reisen die Staatsoberhäupter weiter in die Metropole Toronto, wo am 26. und 27. Juni der G20-Gipfel stattfinden wird.

Bereits jetzt haben in Toronto erste Proteste gegen den Gipfel stattgefunden, darunter auch ein Marsch, welcher von der Gay Community organisiert wurde.  Rund 100 Schwule, Lesben und Transgender liefen lautstark durch die Strassen der Stadt, unter steter Beobachtung von rund zwei Duzend Polizisten auf Mountainbikes. Die Demonstranten wollten mit ihrer Aktion auf jene Minderheiten aufmerksam machen, welche aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder auf Grund ihres sozialen Status diskriminiert werden. So trugen sie unter anderem Transparente mit sich auf denen geschrieben stand: "We're queer, we're fabulous, we're against the G20" oder "Lesbian Billionaires FOR the G20!".

Die Demonstration verlief grössten Teils friedlich und wurde auch von der Polizei toleriert. Nur ein Demonstrant wurde von den Sicherheitskräften unsanft zu Boden gedrückt und vernommen. Die Behörden und allen voran die Polizei in Tornonto sind sehr angespannt und nervös, denn auch gewalttätige Proteste sind am Rande der Gipfeltreffen keine Seltenheit. Jeden Rahmen sprengen aus diesem Grund auch die Ausgaben der kanadischen Regierung, welche unter anderem für die Sicherheit der Gipfelteilnehmer sorgen soll: So gibt Kanada etwas über eine Milliarde Schweizer Franken (!!!) für die Sicherheit und die Errichtung eines eigenen Kongressgeländes für den G8- und am G20-Gipfel aus.