templates image

FUSSBALL: Sepp Blatter entschuldigt sich
family image(17.12.10/dom) Mit seiner Aussage über Homosexualität und die Fussball-WM in Katar sorgte für einen grossen Medienwirbel rund um den Globus. Nun entschuldigt sich FIFA-Boss dafür...

Er meinte es - hoffentlich zumindest - witzig, als er eine Frage einer Journalistin während einer Pressekonferenz in Südafrika zum Thema Homosexualität und Katar beantwortete. Doch seine ziemlich unüberlegte Aussage, dass gleichgeschlechtliche Paare bei einem Besuch der Fussball-Weltmeisterschaften in Katar im Jahr 2022 auf sexuellen Kontakt verzichten sollten, sorgte weltweit für Schlagzeilen - nun entschuldigte sich Sepp Blatter.

Er werde nicht darüber diskutieren, aber, falls er mit seiner Aussage jemanden verletzt habe, dann bereue er es. Es sei nie seine Absicht gewesen, jemanden zu diskriminieren, weil sich die FIFA generell gegen Diskriminierungen stelle. Wenn sich also jemand ob seiner Aussage verletzt fühle, dann bereue er es und er entschuldige sich auch dafür, erklärte Sepp Blatter .

 

FUSSBALL: FIFA-Boss Sepp Blatter zieht Homophobie ins Lächerliche
(14.12.10/dom) FIFA-Boss Sepp Blatter reagiert erstmals auf die Kritik, dass die WM im Jahr 2022 mit Katar in einem Land stattfindet, in welchem Homosexualität unter Strafe steht: Er zieht das Ganze ins Lächerliche...

Um beim offiziellen Schlussakt der Fussball-Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika mit dabei zu sein, reiste Sepp Blatter nach Afrika. Dort war es dann auch, wo er sich den Journalisten stellte, um deren Fragen zu beantworten, betreffend der Wahl der FIFA-Delegierten über die Austragung der WM 2018 in Russland und 2022 in Katar. 

Auf die Bemerkung einer Journalistin, dass Homosexualität in Katar verboten sei, meinte Sepp Blatter - wohl etwas ironisch - dann sollten die schwulen Fans sich halt betreffend sexuellen Aktivitäten zurückhalten. Die WM sei erst im Jahr 2022, und die Kultur im Mittleren Osten öffne sich. Es herrsche dort eine andere Kultur, weil es eben auch eine andere Religion sei. Im Fussball kenne man keine Grenzen, es werde alles für alle geöffnet, und er finde, dass es keine Diskriminierungen gegen irgendwelche Menschen geben dürfe, egal auf welcher Seite sie stehen, oder ob sie links oder rechts sind. Fussball sei ein Spiel, und man wolle keine Diskriminierungen. Er sei sicher, wenn sie sich ein Spiel ansehen möchten, dann können sie dies auch tun.

Auf die leichte Schulter, wie es Sepp Blatter macht, sollte man die Problematik aber nicht nehmen: In Katar stehen auf Homosexualität mehrjährige Haftstrafen, Geldbussen und auch körperliche Bestrafung wie Peitschenhiebe. Aus diesem Grund sind die Äusserungen Blatters nicht akzeptabel, auch wenn er es - hoffentlich - ironisch gemeint hat...

 

 

FUSSBALL: Gay Organisation kritisiert FIFA
family image(06.12.10/dom) Diverse Schwulenorganisationen haben die FIFA massiv kritisiert, weil sie nächsten beiden Fussball-Weltmeisterschaften an zwei Länder vergeben hat, welche für ihre Homophobie bekannt sind.

Im Jahr 2018 werden die Weltmeisterschaften in Russland stattfinden, und die darauf folgenden - vier Jahre später - wird Katar austragen. Beides Länder, in welchen Homophobie zur Tagesordnung gehört. So hat Russland bis vor kurzem sämtliche Gay Pride kurzerhand für Verboten erklärt und jeweils für diese Veranstaltungen keine Bewilligung erteilt (gay.ch berichtete). Erst aufgrund des internationalen Drucks und durch die Intervention des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strassburg ist es in den vergangenen Wochen zu einer quasi aufgezwungenen, zaghaften Lockerung der bisherigen Praxis gekommen (gay.ch berichtete).

Die Lage in Katar am persischen Golf ist indes noch gravierender, dort ist Homosexualität wie in praktisch allen islamischen Staaten illegal und wird von Gesetzes wegen verfolgt und bestraft. Die politische Schwulengruppe der britischen Torys, die "LGBTory", forderten daher die FIFA dazu auf, dass sie sich in Katar dafür einsetzen solle, dass das Land Homosexualität bis zur Austragung der Fussball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 entkriminalisiert und für legal erklärt. Die FIFA wird jedoch mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht auf diesen Vorschlag eingehen, da man sich von jeglichen politischen Aktivitäten und Statements fernhalten will. Die FIFA könnte sich jedoch ein Beispiel an der "Rugby Football League" nehmen: Der Verband hat kürzlich unter dem Slogan "Tackle it" eine neue Kampagne lanciert, welche sich explizit gegen Homophobie im Sport richtet. Die FIFA solle nun ebenfalls mithelfen, um aufzuzeigen, dass Homophobie in keinem Sport Platz hat, heisst es von Seiten der "LGBTory" weiter.

Auch der berühmte Schwulenaktivist Peter Tatchell meldete sich zu Wort. In einem Statement erklärte er, dass es nie erlaubt sein sollte, dass Sport die Menschenrechte übertrumpfe. Die FIFA habe ihre eigenen Interessen über jene der Bevölkerung von Russland und Katar gestellt. So fügte Tatchell hinzu, dass beide Länder ein schlechtes Zeugnis haben in Bezug auf Menschenrechte. Das beziehe sich nicht nur auf die Rechte für Schwule und Lesben, sondern auch auf jene für Frauen, auf das Recht zu demonstrieren sowie in Bezug auf die Pressefreiheit.