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FUSSBALL: FIFA entschuldigt sich bei Lesben
family image(14.07.11/dom) Sie wollten ein Spruchband mit ins Stadion nehmen um auf die Diskriminierung von Lesben im Welt-Fussball aufmerksam zu machen - doch es wurde ihnen bereits am Eingang abgenommen. Nun entschuldigt sich die FIFA dafür.

Bereits von Anfang an war das Thema des Lesbisch-seins während den Frauenfussball-Weltmeisterschaften besonders brisant. So geriet etwa die Trainerin von Nigeria ins Kreuzfeuer der Kritik (gay.ch berichtete), weil sie behauptet hat, sie würde Lesben sofort erkennen und die hätten in ihrem Team nichts zu suchen. Darauf kam auch massive Kritik gegen die FIFA auf, weil sich die Verbandsspitze zu wenig engagiert gegen die Diskriminierung geäussert hat.

Auch in diesem Fall dauerte es wieder erschreckend lang, und die Entschuldigung musste zudem auch angestossen werden. Eine Lesbenorganisation aus Nordrhein-Westfalen wollte während dem WM-Gruppenspiel zwischen Brasilien und Australien mit einem Banner mit der Aufschrift "Fussball ist alles - auch lesbisch" ins Stadion. Solche Spruchbänder sind nicht verboten, doch werden sie am Eingang von den Ordnungshütern kontrolliert - wie auch in diesem Fall.

Die Sicherheitskräfte im Fussballstadion von Mönchengladbach verlangten, dass sie das Banner sehen dürfen. Offenbar unsicher, ob die Botschaft zulässig ist, tätigten sie einen Anruf, um das Spruchband anschliessend einzuziehen. Ein Ordner soll dabei gesagt haben, dass die FIFA dies nicht wolle, berichtet die "TAZ".

Während einer Pressekonferenz der FIFA zum Thema "Anti-Diskriminierung und soziale Verantwortung" erklärte die Sprecherin des Weltfussballverbands, Segolene Valentin, dass die FIFA natürlich auch gegen jede Diskriminierung in sexueller Hinsicht sei. Auf den konkreten Fall im WM-Stadion von Mönchengladbach angesprochen, erklärte sie zudem, dass die FIFA die Geschehnisse bedauern. Die sei einmal passiert und würde auch nie mehr vorkommen, fügte sie hinzu.