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USA: Gays erhalten in Florida das Recht auf Adoption
family image(23.09.10/dom) Freud und Leid können nahe bei einander liegen: Während die Abstimmung im Senat über "Don't Ask - Don't Tell" von den Republikanern verhindert wurde (gay.ch berichtete), so haben die Schwulen und Lesben im US-Bundesstaat Florida allen Grund zur Freude…

Bislang war es schwullesbischen Paaren in Florida nicht erlaubt, Kinder zu adoptieren. Doch nun hat ein US-Berufungsgericht darüber entschieden, dass diesem Verbot die rationale Basis fehle, und aus diesem Grund verstosse es gegen die geltende Verfassung. Den Fall ins Rollen gebracht hat ein Vater, welcher im Jahr 2004 zum Pflegevater von zwei Jungen wurde. Zwei Jahre später wollte der Mann die beiden Kinder adoptieren, doch dies wurde ihm verweigert. Die Behörden bezogen sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahre 1977, welches Homosexuellen die Adoption generell nicht erlaubt. Der Mann liess jedoch nicht locker und reichte eine Klage wegen Diskriminierung ein.

Bereits im Jahr 2008 hat ein Gericht dem Mann Recht gegeben, ebenfalls mit der Begründung, dass dem Verbot die Basis fehle, und dass es damit verfassungswidrig sei. Doch die Behörden zogen das Urteil damals an die nächste Instanz weiter. Das Berufungsgericht hat nun am Mittwoch wieder gleich argumentiert wie schon das vorherige Gericht. In der Begründung erklärten die Richter, dass auch heterosexuelle Singles, Menschen mit Aids, Behinderte und sogar Menschen, welche wegen Gewalttaten gegen Kinder aufgefallen sind, ganz legal einen Antrag auf Adoption stellen können. Aus diesem Grund dürfe man den gleichgeschlechtlichen Paaren dieses Recht nicht vorenthalten, besonders nicht, wenn sie wie im behandelten Fall bereits Pflegeeltern waren.

Die Behörden von Florida erklärten während dem Prozess, dass die Kinder bessere Vorbilder hätten, wenn sie bei heterosexuellen Paaren aufwachsen würden, zudem würden sie auch weniger diskriminiert.