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FINNLAND: Positive Signale für Homo-Ehe, inklusive Recht auf Adoption
family image(28.04.10/dom) Finnland will die Rechte für die Schwulen und Lesben stärken. Positive Signale kommen dazu auch aus dem Parlament, welches im nächsten Jahr die so genannte Homo-Ehe inklusive dem Recht auf Adoption einführen möchte.

Eine aktuelle Umfrage durch Helsingin Sanomat unter Finnlands Politikern hat ergeben, dass sich bis auf zwei alle grösseren Parteien des Landes hinter das Recht auf Adoption für gleichgeschlechtliche Paare stellen. Jediglich die Partei "Wahre Finnen" und das "Christliche Bündnis" sprachen sich gegen diese Gesetzesänderung aus. Die politische Opposition gegen den für 2011 geplanten Start der Debatte rund um die absolute Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe dürfte damit klein ausfallen.

Auch die für das nächste Jahr angesetzten Parlamentswahlen dürften daran nichts ändern. Alle Kandidaten der aktuell regierenden Mittepartei, Paavo Vayrynen ausgenommen, sprachen sich für diese Gesetzesänderung aus. Auch die Sozialdemokraten, wie auch die eher konservative "Nationale Koalition" haben sich positiv darüber geäussert. Die beiden letzteren Parteien haben sich zudem dazu ausgesprochen, dass sie entsprechende Initiativen an ihren kommenden Parteitagen diskutieren werden. So wird bei der "Nationalen Koalition" darüber debattiert, ob man sich für ein geschlechtsneutrales Eherecht aussprechen wolle, damit auch gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe eingehen können. Und die Sozialdemokraten wollen an ihrem Parteitag im Mai konkret über das Adoptionsrecht für schwullesbische Paare befinden.

Bereits im vergangenen Jahr haben die finnischen Grünen einen ersten Vorstoss in diese Richtung geplant. Sie sprachen sich damals als erste Partei für ein geschlechtsneutrales Eherecht aus. Das bestehende Eherecht sei eine Diskriminierung, da es den gleichgeschlechtlichen Paaren verbiete diejenige Person zu heiraten, die sie lieben, hiess es damals.