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DEUTSCHLAND: Wowereit macht das Rennen
family image(19.09.11/dom) Die SPD und damit auch der schwule Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, hat die Wahlen in Berlin gewonnen - nun kann sich die Partei auf die Suche nach einem Regierungspartner machen.

Die SPD bleibt, trotz leichten Verlusten, weiterhin deutlich die stärkste Kraft in der deutschen Hauptstadt, und damit hält sich auch Klaus Wowereit weiterhin tapfer im Amt als Regierender Bürgermeister. Zehn Jahre hat er bereits hinter sich, und fünf weitere können nun folgen, sofern die Gerüchte nicht doch noch eintreffen, dass Klaus Wowereit von den Sozialdemokraten als möglicher Kanzlerkandidat aufgebaut wird. Diesen Fragen wich Wowereit gestern allerdings aus, ebenso, welche Koalition er nach den Wahlen am Sonntag neu eingehen wolle.

Zu einem rot-roten Bündnis wie bisher reicht es diesmal nicht mehr: Die Linke verlor 1.7 Prozent an Wählerstimmen und hat neu einen Anteil von 11.7 Prozent. Dafür haben die Grünen so stark zugelegt, dass sie mit ihrem neuen Anteil von 17.6 Prozent als neuer Koalitionspartner in Frage kommen. Auf das angestrebte Amt des Bürgermeisters hatten die Grünen trotz ihrer Spitzenkandidatin Renate Künast keine Chancen. Auch die CDU legte auf 23.4 Prozent zu und wäre als Partner eine Möglichkeit, doch in ersten Interviews hat Klaus Wowereit bereits angedeutet, dass die Gemeinsamkeiten bei den Grünen sicherlich grösser seien als bei der CDU.

Erstmals ins Landesparlament eines deutschen Bundeslands - und das gleich auf Anhieb - schaffte es an diesem Wochenende die Piratenpartei, welche auf Anhieb auf 8.9 Prozent der Wählerstimme kam und damit die 5 Prozent Hürde locker hinter sich brachte. Dabei dürfen bei der Piratenpartei weniger die Inhalte zu diesem Erfolg geführt haben, als vielmehr der Protest.

Zu einem wahren Debakel wurden die Wahlen einmal mehr für die FDP: Auch in Berlin verlor die Partei massiv und sackte von 7.6 auf 1.8 Prozent ab, und damit sogar noch hinter die umstrittene, rechtsextreme NPD mit 2.1 Prozent.