(11.10.10/dom) Schockierend und voller Brutalität: Die
Strassen-Gang „Latin King Goonies“ hat in New York City drei
Schwule gequält, vergewaltigt, eingesperrt und auch ausgeraubt.
Dabei verprügelten sie ein viertes Opfer. Das Verbrechen geschah
bereits am 3. Oktober, doch die Polizei deckte den Fall erst am
vergangenen Freitag auf. Bereits acht Täter konnten verhaftet
werden, nach einem wird noch gesucht.
Eigentlich wollte er in die Strassen-Gang aufgenommen werden,
und war schon als potentielles Mitglied angesehen worden, doch
dann fanden sie heraus, dass der 17-Jährige offenbar schwul ist.
Sie brachten ihn in ein Appartement in der Bronx, welches sie
normalerweise für Sex und Parties brauchten, und begannen dort
den Jugendlichen aufs übelste zu quälen. Die Täter, alle im
Alter von 16 bis 23 Jahre, zogen ihn aus, schlugen und
vergewaltigten ihn so lange bis er Namen von jenen Personen
nannte, mit denen er schon Sex hatte, wie die Polizei verlauten
liess. Dazu hätten sie homophobe Sprüche gerufen und ihr Opfer
auch verbal erniedrigt. Sie hätten ihn auch zu seinem Kontakt zu
einem 30-jährigen Mann befragt. Der 17-Jährige wurde darauf
freigelassen und er begab sich in Spitalpflege, erklärte jedoch
aus Angst, noch einmal aufgegriffen zu werden nur, dass er
ausgeraubt worden sei, erklärte die Polizei weiter.
Die Gang-Mitglieder nutzen die Informationen, welche sie vom
Jugendlichen erhielten, und lockten einen weiteren 17-Jährigen
ins Appartement, sowie auch den 30-jährigen Mann, der ebenfalls
mit dem zweiten Jugendlichen Kontakt gehabt haben soll. Beide
nahmen an, sie würden an eine Party gehen, und deshalb nahm der
Mann auch Alkohol mit. Der Mann wurde darauf von den
Gang-Mitgliedern festgehalten, an einen Stuhl gefesselt und
ausgezogen, daraufhin wurde der Jugendliche dazu gezwungen,
Zigaretten auf dem Körper des Mannes auszudrücken. Danach musste
der Mann seinen gesamten Alkohol trinken und wurde dann von den
Gang-Mitgliedern mit einem Baseballschläger gequält und
vergewaltigt, teilte die Polizei mit. Während die einen den Mann
weiter quälten, gingen weitere Mitglieder in die Wohnung des
Opfers. Dort trafen sie auch auf den Bruder, welchen sie nun
ebenfalls verprügelten. Sie durchsuchten die Wohnung und stahlen
rund 1000 Franken, sowie einen Fernseher und zwei Bankkarten.
Die beiden Opfer im Appartement in der Bronx wurden danach
wieder freigelassen, ebenfalls mit der Drohung, dass sie zu den
Geschehnissen schweigen sollen. Sie konnten sich darauf im
Spital behandeln lassen. Um die Spuren zu verwischen, haben die
Gang-Mitglieder das Appartement von oben bis unten mit Lauge
abgewaschen und eine Wand sogar ganz neu gestrichen. Doch, wie
die Polizei mitteilte, konnten sie zwar reinigen, aber sie
konnten nicht alle Spuren des Verbrechens verschwinden lassen.
Während den Untersuchungen seien Haare und eine Alkoholdose
gefunden worden, welche schliesslich mit den Tätern in
Verbindung gebracht werden konnten. Via einem Nachbarn kam die
Polizei zudem an die Telefonnummer eines Anführers der Gang.
Acht der mutmasslichen Täter konnten mittlerweile verhaftet
werden, einer wird noch von der Polizei gesucht. Ihnen droht nun
eine Anklage wegen Vergewaltigung, Raub und Hassverbrechen. Am
Sonntag wurden die Täter bereits zum ersten Mal dem Richter
vorgeführt.
Das Thema Homophobie und Gewalt gegen jugendliche Schwule,
Lesben und Transgender ist derzeit äusserst präsent in den
Medien in den USA, da sich alleine im September fünf Schüler
selber umgebracht haben (gay.ch
berichtete), weil sie von ihren Schulkameraden aufgrund
ihrer Homosexualität schikaniert, gemobbt und sogar gewalttätig
angegangen wurden.