(07.01.11/dom)
Laut der brasilianischen Ärzteorganisation soll die
Gesetzgebung rund um künstliche Befruchtung in Bezug auf
gleichgeschlechtliche Paare gelockert werden. Sie fordern nun
eine Neuregelung der gängigen Praxis…
Sowohl Singles wie auch gleichgeschlechtliche Paare sollen
künftig einfacher auf das Mittel der künstlichen Befruchtung
zurückgreifen dürfen als bisher. Dies fordert die nationale
Ärzteorganisation Brasiliens. Dies entspreche der Nachfrage,
welche in einer modernen Gesellschaft bestünden, heisst es in
einem Statement der Organisation. Die Neuregelung wurde am
Donnerstag vorgestellt, und ersetzt eine seit über zwei
Jahrzehnten im Einsatz befindliche Richtlinie.
Bei der künstlichen Befruchtung werden in einem medizinischen
Labor Eizellen mit Spermien vermischt, darauf werden die Embryos
in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Das Kind wird dann von
der Frau ausgetragen und geboren. Die Neuregelung ermöglicht neu
nicht nur gleichgeschlechtlichen Paaren und Singles die
Möglichkeit der künstlichen Befruchtung, sondern auch Eizellen
und Spermien von Verstorbenen dürfen neu bei bestehender
Genehmigung des Verstorbenen für die künstliche Befruchtung
verwendet werden. Im Weiteren wurden auch Limiten eingeführt,
welche festlegen, wie viele Embryos eingepflanzt werden dürfen. |