(10.06.10/dom)
Übergriffe auf Schwule und Lesben haben in den vergangenen
Wochen in Amsterdam beträchtlich zugenommen: Aus diesem Grund
wird am kommenden Sonntag ein Protestzug durch die
niederländische Hauptstadt organisiert.
Eigentlich gilt Amsterdam als Gay Metropole schlechthin und
die Stadt ist quasi zum Inbegriff für Toleranz geworden. Doch in
den vergangenen Wochen haben brutale Übergriffe auf Schwule und
Lesben stark zugenommen. Dies will die Community nicht länger
stillschweigend hingenommen werden, und aus diesem Grund
organisiert das COC Amsterdam, seines Zeichens die älteste
Lesben- und Schwulenorganisation der Welt, zu einer
grossangelegten Demonstration auf, um gegen diese Gewalttaten zu
protestieren.
Wie das COC Amsterdam auf seiner Website verkündet, sind alle
dazu eingeladen, die sich auf den Strassen von Amsterdam
unsicher fühlen würden, oder sogar schon verprügelt worden sind,
nur weil sie schwul oder lesbisch sind. Im Weiteren sind auch
alle dazu aufgefordert an der Protestkundgebung teilzunehmen,
welche jemanden kennen, der schon verprügelt wurde.
Am 3. Mai wurde ein junger Mann bei der S-Bahnstation Amstel
brutal verprügelt, und nur zwei Tage später wurde ein
38-jähriger Schwuler beim Homomonument an der Keizersgracht
Opfer eines brutalen Angriffs. Die Organisatoren wollen solche
homophoben Übergriffe nicht mehr akzeptieren und deshalb mit
dieser Protestaktion der Stadtverwaltung, der Polizei und der
Bevölkerung zeigen, dass etwas unternommen werden muss. |